Firma erhält von Stadt Nachschlag

Arbeiten am Mühlgraben wurden deutlich teurer

Kirchberg.

Der Kirchberger Stadtrat hat beschlossen, der Chemnitzer Firma, die die Hochwasserschäden am Mühlgraben in Ordnung gebracht hat, einen Nachschlag von fast 125.000 Euro zu gewähren. Geschmeckt hat diese hohe Summe einigen Räten nicht, dennoch stimmten fast alle zu. Nur Udo Schreuer (CDU) enthielt sich der Stimme.

Die Firma musste nach Rathausangaben im Bereich der Zimmerei den Kanal beispielsweise um 14 Meter länger bauen als zunächst geplant. Bürgermeisterin Dorothee Obst (Freie Wähler) zufolge stieß die sie auf nicht tragfähigen Grund, sodass sie die Bachseite wechseln musste. Das mit der Bauüberwachung beauftragte Ingenieurbüro hatte die Nachforderungen als berechtigt anerkannt. Noch gibt es dafür allerdings keine Zustimmung der Fördermittelbehörde. Und wie Christian Otto (CDU) vorschlug, die erst abzuwarten, funktioniere laut Kämmerer Uwe Hänel auch nicht. Denn die Stadt bekomme die Fördermittel erst, wenn die Schlussrechnung vorliegt und geprüft wurde. Die Erfahrung habe aber gezeigt, dass die Fördermittelstelle Kostenerhöhungen trage, wenn sie plausibel sind.

Schreuer ärgerte sich, dass die Firma erst jetzt mit den Forderungen komme und fragte, wer da geschlafen habe: Planer? Stadt? Frank Schmidt (Die Linke) nahm die Firma in Schutz. Er sei selbst gelegentlich bei Bauberatungen dabei gewesen: "Die Firma hat das gemacht, was dort festgelegt wurde." Die Bürgermeisterin räumte ein, dass bei mehr als 50 Hochwassermaßnahmen nicht immer jede Woche ein Bauamtsmitarbeiter bei den Bauberatungen dabei sein konnte. Daher hatte man ja Projektsteuerer eingesetzt, so Obst. (upa)

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