Fusion der Finanzämter abgeschlossen

Steueraufkommen knackt erstmals Milliardengrenze

Zwickau.

Die Fusion der Finanzämter Zwickau und Hohenstein-Ernstthal zum neuen zentralen Finanzamt Zwickau ist nach Angaben des Amtsvorstehers Lutz Morgner gelungen und inzwischen vollständig abgeschlossen. Dass er seine nunmehr 347 Mitarbeiter an der Lessingstraße alle unter einem Dach hat, sei vor allem für die interne Kommunikation und Vertretungsregelungen wichtig, sagte Morgner beim Besuch des sächsischen Finanzministers, Matthias Haß.

Inzwischen haben auch die Steuerpflichtigen das neue zentrale Finanzamt im Landkreis angenommen. Dazu haben auch die regelmäßigen Sprechtage im Amtsgericht Hohenstein-Ernstthal und im Rathaus Limbach-Oberfrohna beigetragen. Zudem spiele die Online-Übertragung von Steuererklärungen eine zunehmend größere Rolle. Das ersetzte in vielen Fällen den Besuch des Amtes und damit unter Umständen auch längere Fahrtstrecken.


Das Finanzamt Zwickau ist zuständig für alle Kommunen des Landkreises. Nach der Fusion erhöhte sich die Zahl der Steuerfälle. Im Jahr 2019 mussten bisher Steuererklärungen für 67.899 Arbeitnehmer, 38.766 Gewerbetreibende, Freiberufler und Vermieter, 2369 Personengesellschaften (GbR, OHG, KG) und 4171 Körperschaften (GmbH, Vereine, AG) bearbeitet werden. Im Jahr 2018 hatte das Steueraufkommen erstmals die Milliardengrenze überschritten. Insgesamt 1,053 Milliarden Euro an fälligen Steuern waren an das Finanzamt Zwickau zu bezahlen. Bei den Bearbeitungszeiten liegen die Zwickauer Finanzbeamten allerdings noch etwas über dem Durchschnitt ihrer sächsischen Kollegen. Arbeitnehmer mussten in der Regel 45,1 Tage (Sachsen: 41,8 Tage) warten, bis der Steuerbescheid ins Haus flatterte. Bei Gewerbetreibenden waren es 60,3 Tage (Sachsen: 58,5 Tage) und bei Personengesellschaften 80 Tage (Sachsen: 68,6 Tage). Bei Körperschaften hingegen dauerte es 70 Tage und damit zehn Tage weniger als der Sachsendurchschnitt, bis die Steuern bearbeitet waren. Wie Lutz Morgner betonte, bildet das Finanzamt inzwischen auch wieder aus. Aktuell befinden sich 37 junge Frauen und Männer in der Ausbildung. Ab September kommen 18 weitere dazu. (nkd)

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