Glauchauer Jobbörse vermeldet Teilnehmerrekord

Für die Aktion haben sich75Unternehmen angemeldet. Erstmals wird die komplette Sachsenlandhalle genutzt.

Glauchau.

Astrid Modrack kann es gar nicht oft genug sagen: "Unsere Jobbörse kommt nicht nur Azubis und Arbeitssuchenden sowie Firmen in Glauchau zugute, sondern der gesamten Region." Laut der Wirtschaftsförderin, die die Jobmesse am 16. November in Glauchau erneut gemeinsam mit der Arbeitsagentur und dem Jobcenter auf die Beine stellt, haben sich 75 Unterneh- men angemeldet - ein Drittel mehr als im vergangenen Jahr. Daher findet die diesjährige Jobbörse erstmals in der gesamten Sachsenlandhalle statt.

Modrack hält Jobbörsen nach wie vor für zeitgemäß und verweist auf den jüngsten Arbeitsmarktbericht. So waren im Kreis Zwickau im September 7115 Menschen ohne Job gemeldet und 2217 Stellenangebote registriert. Der Arbeitgebermarkt habe sich zum Bewerbermarkt entwickelt. "Früher war es der Kampf der Talente, heute ist es der Kampf um Talente", sagt Modrack, die zudem auf den demografischen Wandel und Fachkräftemangel verweist, die die Situation am hiesigen Arbeitsmarkt weiter verschärften. Daher müssten die Unternehmen "die Wünsche und Bedürfnisse vor allem der jungen Fachkräfte kennen". Und dafür bietet sich ihrer Auffassung nach die Glauchauer Jobbörse ideal an - von Gesicht zu Gesicht. "Der größte Fehler, den derzeit Arbeitssuchende machen können, ist, sich nicht auf den richtigen Job zu bewerben", sagt die Wirtschaftsförderin. Da sieht Simone Wagner, Sprecherin der Zwickauer Arbeitsagentur, ähnlich: "Bei dieser Anzahl von Unternehmen dürfte für jeden etwas dabei sein." Wagner zufolge handelt es sich bei der Jobbörse um ein "freiwilliges zusätzliche Angebot für unsere Kunden". Dazu werden in den nächsten Wochen Einladungen verschicken, um auf diese Messe hinzuweisen. "Wer nicht teilnimmt, hat keine Konsequenzen zu fürchten", stellt die Sprecherin klar.

Da das Thema Digitalisierung noch stärker als bisher in den Fokus gerückt wird, bringt zum Beispiel die Arbeitsagentur ihre sogenannten VR-Brillen (VR steht für Virtuelle Realität) mit. "Damit können die Besucher wirklichkeitsnah in die Arbeitswelt eintauchen", so Wagner. Neben Polizei und Bundeswehr beteiligt sich erstmals auch das Ausbildungszentrum Zwickau, das zur Fortbildungsakademie der Wirtschaft gehört. Wie Akademieleiter Jens Geigner erklärt, will auch sein Team mit Technik vor Ort sein. "Wir denken an einen 3-D-Drucker, vielleicht auch andere Technik. Das entscheiden wir noch", so Geigner. Der Bildungsträger will vor allem auf die neuen Lernformen im Hinblick auf die Digitalisierung hinweisen. Denn so rasant wie die digitale Transformation voranschreitet, so rasch verändern sich auch die Berufsbilder. Die Jobbörse in Glauchau wird übrigens über die Fachkräfteallianz des Landkreises Zwickau mit Mitteln des Freistaates gefördert.

Jobbörse am 16. November in der Zeit von 9 bis 13 Uhr in der Sachsenlandhalle in Glauchau. Die Arbeitgeber der Region sind im kleinen und großen Saal anzutreffen.

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