Grippe beutelt Westsachsen weiter

Allein in der vergangenen Woche haben sich 95 Menschen im Landkreis Zwickau mit dem Virus angesteckt. Seit Jahresbeginn wurden 667 Grippe-Kranke gezählt.

Zwickau Ein Ende der Grippewelle im Landkreis Zwickau ist derzeit noch nicht absehbar. Wie das Gesundheitsamt auf Anfrage mitteilte, ist die Zahl der Neuerkrankungen in den vergangenen beiden Wochen zwar kontinuierlich zurückgegangen, von einer Entwarnung will man allerdings im Landratsamt noch nicht sprechen. Noch immer sei die Ansteckungsgefahr groß, und es sei ratsam, Vorbeugungsmaßnahmen aufrecht zu erhalten.

In der vergangenen Woche haben sich 95 Personen mit dem Grippevirus angesteckt, wie die Pressesprecherin des Landratsamtes, Ilona Schilk, sagte. Ihren Höhepunkt habe die Grippewelle in der achten Kalenderwoche dieses Jahres erreicht: In den Tagen ab dem 18. Februar ließen sich allein 166 Infizierte bei Ärzten behandeln, nachdem sie Symptome der Krankheit wahrgenommen hatten. Wie viele Fälle nicht beim Arzt landeten, ist unklar. Insgesamt wurden seit Jahresbeginn 667 Erkrankte gezählt.

Die Grippefälle hatten im Oktober begonnen. Das bisher einzige Todesopfer im Landkreis forderte die Krankheit bereits im November, als ein älterer Mann starb.

Im Gesundheitsamt setzt man weiterhin auf die Grippeschutzimpfung. "Die kann auch jetzt noch nachgeholt werden", sagte Schilk. Da nicht genau vorhergesagt werden könne, wie lange die Ansteckungsgefahr noch dauert, sei auch eine Impfung nach dem Gipfel durchaus sinnvoll, vor allem für Personen mit gesundheitlichen Risikofaktoren. Zum Aufbau eines rechtzeitigen Impfschutzes wird jedoch empfohlen, sich bereits in den Monaten Oktober oder November impfen zu lassen. Seine volle Wirkung erreicht der Impfstoff nach zehn bis 14 Tagen.

Wer sich allein darauf nicht verlassen will, sollte vitaminreiche Kost essen, seine Hände sorgfältig waschen sowie das Händeschütteln vermeiden. Auch sollte zu niesenden oder hustenden Personen Abstand gehalten werden. Wer glaubt, sich mit einer Grippe infiziert zu haben, sollte nicht erst zur Arbeit gehen, sondern sofort zum Arzt. (nkd)

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