Hundekot sorgt für haufenweise Ärger

Der Reinsdorfer Gemeinderat sieht zwar die Halter in der Pflicht. Dennoch aber ist eine Debatte um Hundekottüten entbrannt.

Reinsdorf.

Empörung über Hundehaufen vor allem am Mühlweg in Vielau: Darauf hatte Thomas Arnold (Linke) während der Sitzung des Gemeinderates aufmerksam gemacht, der in den vergangenen Wochen von vielen Bürgern auf dieses Ärgernis angesprochen wurde.

Rathauschef Steffen Ludwig (parteilos) stellte daher erneut klar, dass die Halter selbst für die Beseitigung der Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner verantwortlich sind. Dem pflichteten zwar ausnahmslos alle Gemeinderäte bei. Einer Lösung gleich empfahl aber AfD-Gemeinderat Franz Neubert, mehr Tütenspender aufzustellen. Dass das wiederum kein Allheilmittel ist, darauf wies Annika Wehlte (Freie Wähler) hin. "Stundenlang Tüten mit Hundekot mitzuschleppen, ist auch nicht gerade schön", erklärte die Gemeinderätin, die daher mehr Mülltonnen in der Gemeinde Reinsdorf forderte.

Das hatte Bürgermeister Ludwig schon im Vorjahr abgelehnt. Grund: Das Entleeren der Behälter sei den Bauhofmitarbeitern nicht mehr zuzumuten. Neben Hundekot seien in den Behältern auch Hygieneartikel und Kartoffelschalen gewesen. Deshalb hatte Ludwig schon vor Jahren angeordnet, die Behälter abzubauen. Er fügte hinsichtlich des Hundekots an, dass "der kleine Müll zu Hause" zu entsorgen ist. In dem Zusammenhang sagte Birgit Büttner vom Verband für das Deutsche Hundewesen, dass es "hierfür keine klaren Gesetze" gibt. Wie mit der Entsorgung der Haufen umzugehen sei, müssten die Kommunen selbst regeln.

Gemeinderat Arnold zufolge sollen die Haufen nicht von den Hunden des Tierheims stammen, da die Vierbeiner zum Auslauf zumeist in den Vielauer Wald geführt werden. Arnold treibt derweil etwas anderes um. Er könne sich gut vorstellen, dass nicht alle Hunde angemeldet sind. "Kann man das nicht überprüfen?", fragte er. Rathauschef Ludwig hält das für möglich. Seiner Darstellung zufolge sind derzeit 367 Hunde in der Gemeindeverwaltung registriert - 32 mehr als vor einem Jahr. "Wir werden neue Schilder an exponierten Stellen in der Gemeinde aufstellen, um die Hundebesitzer an ihre Pflichten zu erinnern", sagte Ludwig weiter. Schon jetzt seien an den Spielplätzen die Schilder "Hier kein Hundeklo" aufgestellt worden. Sollten diese Hinweise das Problem aber nicht aus der Welt schaffen, könnte sich Gemeinderat Harald Nötzold (CDU) vorstellen, an bestimmten Stellen Kameras zu installieren.

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