Kita bekommt das meiste Geld

Die Hartmannsdorfer planen in diesem Jahr mit 1,6 Millionen Euro an Investitionen. Die Steuern hält das Dorf stabil.

Hartmannsdorf.

1,6 Millionen Euro will die Gemeinde Hartmannsdorf in diesem Jahr im Ort verbauen. Das haben die Gemeinderäte am Montagabend mit der Verabschiedung der Haushaltssatzung beschlossen. 1,5 Millionen Euro davon sind laut Kämmerer Frank Hähnel Fördermittel. Steuern bleiben stabil, Kredite werden keine aufgenommen.

In diesem Jahr rechnet das Dorf mit Gesamterträgen in Höhe von fast 2,6 Millionen Euro und Aufwendungen in Höhe von 2,7 Millionen Euro. Seit 2017, so Hähnel, darf sich das 1363-Seelen-Dorf über steigende Einnahmen aus Schlüssel- zuweisungen und Steuern freuen. Fast 100.000 Euro zahlt die Gemeinde in diesem Jahr aber auch mehr an Personalkosten.

Christoph Ulrich

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Kämmerer Hähnel zufolge fließt das meiste Geld - 663.700 Euro - in den Anbau der Kita "Gänseblümchen". Weitere 208.000 Euro sind für den Breitbandausbau vorgesehen. Die Kita soll zudem neue Spielgeräte bekommen. Und bei der Feuerwehr sind einige Ersatzbeschaffungen verschlissener Ausrüstungsgegenstände im Plan.

Da die Gemeinde den Kassenkredit auf 1,4 Millionen Euro erhöhen möchte, muss der Haushalt genehmigt werden. Der Grund für die Erhöhung liegt darin, dass das Dorf die noch ausstehenden Hochwasserschutzmaßnahmen vorfinanzieren muss. Die Fördermittel dafür fließen erst mit Abschluss der Maßnahmen. Das hat vorübergehend auch Auswirkungen auf die Schulden. Das Dorf hat damit aktuell fast 1,2 Mil- lionen Euro Schulden, 865 Euro pro Kopf. Das Basiskapital des Dorfes liegt bei 4,7 Millionen Euro.


Hartmannsdorfer Betriebe zahlen rund 100.000 Euro

Mit 639.000 Euro Steuereinnahmen rechnet Hartmannsdorf 2019, ohne die Gemeindesteuern anzuheben. Die Steuer für bebaute Grundstücke liegt bei 325 Prozent (Sachsendurchschnitt: 307,5 Prozent), die für unbebaute 450 Prozent (Sachsen: 427,5). Bei der Gewerbesteuer liegt Hartmannsdorf mit 380 Prozent unterm sachsenweiten Durchschnitt (390 Prozent). 154.000 Euro an Gewerbesteuern sind im Vorjahr in die Gemeindekasse geflossen. In diesem Jahr rechnet das Dorf mit 105.000 Euro. Der Anteil an der Einkommenssteuer wird mit 358.000 Euro prognostiziert.

Der Stellenplan weist 26 Personen auf 22,5 Vollzeitstellen aus. 19 Personen arbeiten allein in der Kita.

14 Babys sind im Vorjahr in Hartmannsdorf geboren worden, 2017 waren es neun, im Jahr davor 13.

Fast 24.300 Besucher hatte das Freibad 2018, 19.266 Karten wurden verkauft. Im Juli und August kamen jeweils mehr als 10.000 Badegäste. Kirchberg und Crinitzberg kofinanzieren die Betriebskosten nach ihren Einwohnerzahlen, Kirchberg gibt 53.000, Crinitzberg 12.000 Euro. (upa)

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