Marienthaler helfen im Auftrag der Wissenschaft

Zwickau.

Die Wohnqualität im Zwickauer Stadtteil Marienthalm wird derzeit Rahmen des Projekts "Zwickauer Energiewende Demonstrieren" (ZED) analysiert. Im Mittelpunkt steht dabei die mögliche Wärmebelastung während der Sommermonate. Durch die Studie wollen die Partner mehr über Ausmaß und Einflussfaktoren der Hitzebelastung in Wohnungen und Wohnumgebung erfahren und Strategien erarbeiten, wie auch im Hochsommer eine hohe Lebensqualität gewährleistet und Gesundheitsrisiken vermindert werden können. Das sagte Heike Reinke von der Pressestelle der Stadtverwaltung.

Die Projektmitarbeiter freuen sich über die rege Teilnahme an der Anfang August gestarteten Haushaltsbefragung und den Wunsch der Marienthaler, auch die Messkampagne zu unterstützen, heißt es. Allein der bisherige Rücklauf von mehr als 400 ausgefüllten Fragebögen lässt auf einen Erfolg der Aktion hoffen. Die Wissenschaftler der Westsächsischen Hochschule Zwickau und der Ludwig-Maximilians-Universität München erhoffen sich von der Auswertung der Fragebögen Ergebnisse für eine nachhaltige und zukunftsfähige Quartiersentwicklung. Die Teilnahme an der Haushaltsbefragung ist freiwillig und anonym. Eine konkrete Frist für die Rücksendung des Fragebogens gibt es nicht, wünschenswert wäre aber bis spätestens Mitte Oktober.

Neben der Befragung gibt es die Möglichkeit, an einer Messreihe teilzunehmen. Auch hier ist das Interesse der Marienthaler groß. In den nächsten Tagen werden dazu die ersten Messgeräte an die Bewohner verschickt, die dies in ihrem Fragebogen angekreuzt hatten. Mit diesem kleinen Messgerät können die Quartiersbewohner dann ganz unkompliziert zwei Monate lang die Raumtemperatur in ihren Wohnungen messen und aufzeichnen, sagte Reinke. Die Daten werden anschließend anonymisiert von den beiden Hochschulen ausgewertet und im Rahmen einer Projektveranstaltung vorgestellt. (ja)

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