Muldebrücke: Verkehr soll sicherer werden

Wegen des hohen Verkehrsaufkommens an der Kreuzung in Wilkau-Haßlau sollten die Arbeiten an Sonntagen stattfinden. Das jedoch ist noch strittig.

Wilkau-Haßlau.

Die Ampel an der Einmündung der Muldebrücke in die Bundesstraße 93 in Wilkau-Haßlau soll noch in diesem Jahr technisch umgerüstet und komplett mit neuer Technik versehen werden. Das kündigte Bürgermeister Stefan Feustel (CDU) im Stadtrat an. Die neue Technik soll demnach auch eine Veränderung der Ampelschaltung möglich machen.

Zuständig ist das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv). Pressesprecherin Nicole Wernicke sagte, dass unter anderem das alte Steuergerät durch eines mit moderner und leistungsfähiger Technik ausgetauscht werden soll. Damit werde es künftig auch möglich sein, die Linksabbieger, die aus Richtung Schneeberg kommen, sicherer in Richtung Brücke zu führen. Die Ampel könne dann mit einem grünen Pfeil den Verkehr ausschließlich in Richtung Rathaus und weiter nach Kirchberg freigeben. Der Gegenverkehr müsste dann - anders als jetzt - nicht mehr beachtet werden. Derzeit zeigt die Ampel in beide Richtungen Grün an - Unaufmerksamkeit beim Abbiegen kann dadurch schnell einen Unfall zur Folge haben.

Christoph Ulrich

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Die Umbauarbeiten sind allerdings aufwendig. "Der Gerätewechsel erfordert eine längere Abschaltung der gesamten Anlage", sagte Wernicke. Der Bürgermeister kündigte daher an, dass die Arbeiten ausschließlich an Sonntagen durchgeführt werden sollen, um Behinderungen im Berufsverkehr zu vermeiden. Das bevorzugt auch das Landesamt. Allerdings werden die Hoffnungen auf Sonntagsarbeit gleichzeitig wieder gebremst. "Ob dies umsetzbar ist, stimmen wir derzeit mit der ausführenden Signalbaufirma ab", sagte Nicole Wernicke. Stefan Feustel geht davon aus, dass im Notfall die Kreuzung von Polizisten geregelt wird. Wann die Arbeiten beginnen, steht noch nicht fest.

Die Lichtsignalanlage war 1977 als erste an den Straßen der Stadt überhaupt errichtet worden. Knapp zwei Jahre zuvor war die Straßenbahnlinie 3 nach Wilkau-Haßlau eingestellt worden. Danach wurde die damalige Fernstraße 93 (heute Bundesstraße 93) ausgebaut und das Kopfsteinpflaster gegen eine Asphaltdecke ausgetauscht. Auch die Ernst-Thälmann-Brücke (heute Muldebrücke) war etwa in dieser Zeit verbreitert worden. In den vergangenen fast 42 Jahren wurde die Technik der Ampelanlage mehrfach erneuert - zuletzt vor zwei Jahren, als ein sogenannter Gelbblinker angebracht wurde. Er war notwendig geworden, nachdem der Fahrer eines Lieferwagens beim Linksabbiegen von der Brücke auf die Zwickauer Straße eine Fußgängerin, die die Fahrbahn bei Grün überquerte, übersehen und angefahren hatte. Die Frau war an ihren Verletzungen verstorben.

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