Neue Gesichter auf Listen

Wahlen 2019: Die Kirchberger Ratsmitglieder haben bei Großprojekten in der Vergangenheit an einem Strang gezogen. Jetzt verraten sie, was sie in den nächsten Jahren vorhaben.

Kirchberg.

Während in manchen Kommunen Debatten in regelrechte Lagerkämpfe ausarten, pflegen die Ratsmitglieder in Kirchberg, konstruktiv kritisch miteinander und mit der Verwaltung umzugehen. Das bestätigen alle Fraktionschefs. Und das ist für CDU-Fraktionschef Rico Möckel, Spitzenmann der zwölf Kandidaten starken Liste der CDU, auch einer der Gründe, warum in der vergangenen Legislaturperiode so viel erreicht wurde: Altmarkt und Meisterhaus wurden saniert, Stangengrün zum schönsten Dorf Sachsens gekürt, die Pro-Kopf-Verschuldung gesenkt und die Erhaltungsmaßnahmen an den Gebäuden der Kitas und Schulen nicht vernachlässigt. "Unsere Fraktionsmitglieder haben besonders die Erneuerung des Sportplatzes auf der Friedenshöhe und die Modernisierung des Anton-Günther-Berghauses vorangebracht." Wichtig sei der CDU auch gewesen, für mehr Wohnraum für junge Familien zu sorgen und die Feuerwehren genügend auszustaffieren. Die CDU, die mit fünf Neuen wirbt, macht sich für die nächsten Großprojekte stark: die Sanierung der Mehrzweckhalle und des Gebäudes 2 der Grundschule, die Festigung des Bildungsstandortes Kirchberg, den weiteren Radwegebau, den längst fälligen Breitbandausbau sowie die Maßnahmen zur Erlangung des Weltkulturerbetitels "Montanregion Erzgebirge".

Die Freien Wähler, die dieses Jahr keine Wahlplakate aufhängen, sondern das Geld spenden wollen, treten mit neun Kandidaten an, darunter ist nur noch ein Ratsmitglied: Fraktionschef Mario Wirker. Ihre Ziele: schnelles Internet, besserer öffentlicher Nahverkehr, mehr Radwege und weiterhin Schulden- abbau. Zudem sollen die Jugendarbeit ausgebaut und der Jugendschutz durch Erhöhung des Kontrolldrucks bei deliktspezifischen Straftaten erhöht werden. Die Freien Wähler schreiben sich die Initiierung des Projektes "Familiengerechte Kommune" auf die Fahne und den Sieben-Hügel-Rundwanderweg. Großprojekte wie das Meisterhaus haben sie unterstützt.


Die Linken stellen fünf Kandidaten auf. Auf Platz 1: Fraktionschef Frank Schmidt. Die Ziele: Bildung einer Seniorenvertretung oder eines Seniorenbeirates. Das Meisterhaus soll als Stadtmuseum gestärkt und zu einem echten "Bürgerhaus" entwickelt werden; das vielfältige kulturelle Leben soll erhalten und weiter ausgebaut werden. In der abgelaufenen Wahlperiode haben die Linken den Umbau des Meisterhauses zum Museum und Vereinshaus unterstützt und am Projekt der Stadt Kirchberg als familienfreundliche Kommune mitgearbeitet. Trotz gelegentlicher Differenzen positiv einzuschätzen ist für Schmidt seit Beginn der Wahlperiode die Zusammenarbeit und Abstimmung der drei Fraktionsvorsitzenden untereinander.

Die Partei Bündnis 90/Die Grünen, bisher nicht im Kirchberger Rat vertreten, geht mit Steve Lanta ins Rennen.

Kirchberg bildet eine Verwaltungsgemeinschaft mit Hartmannsdorf, Crinitzberg und Hirschfeld.

Die schon jetzt im Rat von Hartmannsdorf dominante Kraft, die CDU, stellt elf von zwölf Kandidaten im Ort auf. An deren Spitze: Fraktionschef Frieder Flechsig. Gerd Baumann ist einziger Kandidat der Linken.

In Crinitzberg treten zwei Vereinigungen an: die Freien Wähler mit 15 Kandidaten, Wilfried Gruner an der Spitze; und die CDU mit drei Kandidaten. Deren Frontmann ist Mathias Leistner.

Die Hirschfelder können unter fünf verschiedenen Parteien und Vereinen wählen. Der Feuerwehrverein Hirschfeld um Daniel Sickert tritt mit sechs Kandidaten an, die CDU um Anke Völkel mit fünf, der Feuerwehrverein Niedercrinitz um Andreas Karpe mit vier Kandidaten. Jeweils einen Kandidaten schicken die Linken (Peter Zeckel) und der 1. FC Weiß-Grün Hirschfeld (Dominic Hendel) ins Rennen.

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