Schlaganfall: Weitere Klinik in Zwickau zertifiziert

Nach HBK ist auch dasParacelsusklinikum als Stroke Unit anerkannt

Zwickau.

Das Paracelsusklinikum in Zwickau ist jetzt erstmals als so- genannte Stroke Unit zertifiziert worden. Diese Zertifizierung der auf die Behandlung von Schlaganfall- patienten spezialisierten Abteilung erfolgte nach dem gemeinsamen Verfahren der Deutschen Schlag- anfall-Gesellschaft und der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, das fachliche, personelle und strukturelle Anforderungen prüft und bewertet.

"Wir sind sehr stolz auf die erreichte Zertifizierung", sagte Manuela Sipli, Chefärztin der Klinik für Neurologie in Zwickau. "Diese würdigt jetzt auch offiziell unsere Leistungen, Schlaganfallpatienten auf höchstem Niveau zu behandeln." Das Haus betreut derzeit schon jährlich mehrere Hundert Fälle dieser Art sehr erfolgreich.

"Das Einzugsgebiet des Rettungsdienstes in Zwickau und dem Umland ist sehr groß", sagte Kathleen Diettrich-Ueberfeld, Ärztliche Leiterin des Rettungszweckverbandes Südwestsachsen. Dank der Zertifizierung der Paracelsusklinik Sachsen in Zwickau erhalte man eine weitere Möglichkeit, Schlaganfallpatienten die bestmögliche Behandlung zu bieten. Auch das Zwickauer Heinrich-Braun-Klinikum ist als überregionales Zentrum für Schlaganfallpatienten zertifiziert - und das schon seit Jahren.

Im Schnitt einmal pro Tag treffen die Rettungskräfte in der Region auf Patienten mit dem Verdacht auf Durchblutungsstörungen des Gehirns bis zur Schwere des Schlaganfalls. "Das Krankheitsbild zählt zu den fünf häufigsten Einsatzgründen für den Rettungsdienst, ent-sprechend hoch ist der Bedarf einer medizinisch passgenauen Versorgung", sagte Kathleen Dittrich-Ueberfeld. (ja)


Spezialisierte Abteilung

Eine Stroke Unit ist eine speziali- sierte Abteilung eines Krankenhauses für die schnelle Behandlung von Patienten mit Schlaganfall oder mit dem Verdacht auf Schlaganfall. Diese Patienten erhalten hier eine sehr gezielte und fächerübergreifende Behandlung durch ein Team verschiedenster Fachärzte wie Neurologen, Kardiologen, Neuro- und Gefäßchirurgen sowie Radiologen. Dabei werden sie intensivmedizinisch und interdisziplinär behandelt.

Die Chancen, den Hirnschlag zu überleben und keine bleibenden Schäden davonzutragen, steigen dadurch bei der Behandlung in einer Stroke Unit um 25 Prozent, heißt es. (fp)

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