Spielplätze sind Zwickauern wichtig

111 Vorschläge wurden für den Bürgerhaushalt eingereicht. Nur die Hälfte davon kam überhaupt in die Vorauswahl.

Zwickau.

Die Zwickauer können auch in diesem Jahr mitbestimmen, was in der Stadt verändert werden soll. 200.000 Euro stehen im Bürgerhaushalt zur Verfügung. In den vergangenen Wochen gingen dazu 111Vorschläge in der Stadtverwaltung ein. Das sind 18 weniger als im Vorjahr. Der Finanzausschuss hat inzwischen hinter verschlossenen Türen eine Vorauswahl getroffen. Am 21. Juni entscheidet der Stadtrat abschließend, welche Bürgeranliegen in diesem Jahr umgesetzt werden.

Am wichtigsten ist den Zwickauern offenbar der Zustand ihrer Spielplätze. 22 Vorschläge beziehen sich auf den Bau neuer Spielgeräte, die Sanierung und Erweiterung bestehender Anlagen oder sogar den Neubau von Spielplätzen. Eltern wollen damit offenbar auch Kitas unterstützen, denn deren Ausstattung mit zusätzlichen Spielgeräten wurde ebenfalls mehrfach gewünscht.

Dauerbrenner im Bürgerhaushalt sind zudem Geh- und Radwege. 20.000 Euro könnten in die Sanierung des Fuß- und Radweges entlang des Moritzbaches zwischen Angerstraße und Moritzbrücke investiert werden. Sieben Vorschläge beschäftigen sich mit diesem Thema. Auf der Wunschliste der Zwickauer stehen aber auch neue, möglichst eingezäunte Hundewiesen am Stadtrand. Für den Weißenborner Wald interessieren sich die Zwickauer ebenfalls. Für 18.000 Euro soll der Stadtwald nach dem Willen der Bürger ein neues Wegeleitsystem erhalten. Ein weiterer Vorschlag befasst sich mit der Erneuerung der Übersichtstafeln an den Wegrändern.

Ordnung und Sauberkeit spielen beim Bürgerwillen ebenso eine Rolle. Für 7500 Euro wollen die Zwickauer den Wendehammer an der Endhaltestelle "Städtisches Klinikum" von Abfällen, Laub und Gestrüpp befreien, was eigentlich eine Aufgabe des Garten- und Friedhofsamtes wäre.

Allerdings schafften es nicht alle Ideen auf die Liste. 40 eingereichte Vorschläge mussten aussortiert werden, weil sie nicht den Kriterien entsprachen. Die Kosten für einzelne Maßnahmen sollten 20.000 Euro nicht überschreiten. Auch werden die Vorschläge gestrichen, die aus Sicht der Fachämter nicht umsetzbar sind. So würde die Erneuerung der Lassallestraße zwischen Leipziger Straße und Freiligrathstraße mit etwa 320.000 Euro Kosten den Rahmen des Bürgerhaushaltes sprengen. Auch die Neugestaltung des Tiergeheges musste abgelehnt werden.

Weitere 18 Vorschläge stehen nicht zur Abstimmung, weil diese entweder in absehbarer Zeit mit Mitteln des Haushaltes umgesetzt werden oder sich bereits in der Umsetzung befinden. Darunter fallen die Instandsetzung der Skaterbahn in Pölbitz mit 71.500 Euro und die Anschaffung eines leistungsfähigen Computers für den Lesesaal der Ratsschulbibliothek.

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