Vor Gericht

In Zwickau finden in der kommenden Woche unter anderem folgende öffentliche Verhandlungen statt:

Untreue: Der Angeklagte sollte einer Bekannten, die sich im Ausland aufhielt, Geld von ihrem Konto senden. Doch der Betrag soll nicht vollständig bei der Empfängerin angekommen sein. Das Amtsgericht hatte den Mann freigesprochen. Dagegen hatte die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt. Die wichtigste Zeugin wird jedoch fehlen. Die Bekannte ist unterdessen verstorben.

Waffengesetz: Der Angeklagte, der vermutlich der Reichsbürgerszene zuzuordnen ist, soll in seinem Haus Schusswaffen gehortet haben. Dafür wurde der 64-jährige vom Amtsgericht zu zehn Monaten Haft verurteilt. In der Berufung am Landgericht wurde der Mann für zwei Jahre ins Gefängnis geschickt. Das Oberlandeslandesgericht verwies das Verfahren jedoch zurück ans Landgericht. Eine andere Strafkammer soll jetzt prüfen ob der Mann schuldfähig ist oder nicht.

Tierschutz: Weil ein 30 Jahre alter Mann seine Kuh auf einer Weide anpflockte und sich dann längere Zeit nicht mehr um das Tier kümmerte, muss er sich jetzt wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz verantworten. Er hatte der Kuh eine Metallkette um den Hals gelegt, die bereits eingewachsen war, als das Veterinäramt auf den Fall aufmerksam wurde. Das Tier musste eingeschläfert werden. Erst dann konnte die Kette entfernt werden.

Die Verhandlungen finden am Landgericht, Platz der Deutschen Einheit 1 sowie am Amtsgericht, Humboldtstraße 1 in Zwickau, statt.

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