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"Großeinsatz" der Feuerwehr auf dem Sachsenring.

Foto: Andreas KretschelBild 1 / 2

Feuerwehrmitglieder testen am Sachsenring Grenzen ihrer Autos

Damit sie im Ernstfall nicht nur schnell, sondern auch sicher vor Ort sind, haben Kameraden aus dem Erzgebirge an einem Fahrsicherheitstraining teilgenommen.

Von Holk Dohle
erschienen am 17.04.2018

Oberlungwitz/Börnichen. Sylvio Uhlmann tritt aufs Gas. Plötzlich gerät die fast neun Tonnen schwere Fuhre ins Schleudern. Uhlmann, Maschinist bei der Freiwilligen Feuerwehr Börnichen, reißt das Lenkrad herum und versucht, das mit einem 1500 Liter Wasser fassenden Tank ausgestattete Löschfahrzeug wieder unter Kontrolle zu bringen.

Auf der bewässerbaren und mit einem Gleitbelag versehenen Kreisbahn wird das Über- und Untersteuern von Fahrzeugen provoziert. Wie an allen anderen Stationen des Fahrsicherheitszentrums am Sachsenring sollen die Fahrzeugführer lernen, kritische Situationen zu bewältigen. 35 Kameraden aus 18 Feuerwehren haben am Samstag das Fahrsicherheitstraining absolviert.

"Einsatzfahrten der Feuerwehren stellen hohe Anforderungen an die Fahrer und bergen vor allem bei schlechter Witterung ein enormes Risiko im Straßenverkehr", sagt Christian Stelzmann. Damit die Kameraden im Ernstfall nicht nur schnell, sondern auch sicher vor Ort sind, unterstütze der Energieversorger Eins Energie die Einsatzkräfte mit einem kostenlosen Fahrsicherheitstraining, so der Unternehmenssprecher weiter. Fahrer aus insgesamt 120 sächsischen Feuerwehren sollen in diesem Jahr an dem Kurs teilnehmen.

Mit Sylvio und Frank Uhlmann aus Börnichen, Hubertus Seller und André Petzoldt aus Dörnthal sowie Philipp Rose und Axel Loos von den Ortswehren Hilmersdorf und Falkenbach waren auch sechs Kameraden aus der Region in Oberlungwitz dabei. "Es war sehr aufschlussreich, das Fahrzeug in Grenzbereichen zu erleben. Das Training hat auf alle Fälle etwas gebracht", sagt Sylvio Uhlmann nach dem mehrstündigen Training. Der 39-jährige Bauhofmitarbeiter gehört seit 2005 zur Börnichener Truppe. Der Hauptfeuerwehrmann sitzt als Maschinist am Steuer des 28 Jahre alten Löschfahrzeuges und ist für die Bedienung der technischen Geräte verantwortlich. Bei einem Einsatz im Dezember vergangenen Jahres sei er auf spiegelglatter Straße ganz schön ins Schwitzen gekommen. "Schließlich habe ich ja auch noch sieben Mann Besatzung", sagt Uhlmann.

"Entscheidend ist ja, dass die Feuerwehrleute sicher am Einsatzort ankommen", betont Sven Förster. Der Oberlungwitzer ist hauptberuflich Polizist und arbeitet im Fahrsicherheitszentrum Sachsenring als Instruktor mit. Zudem war er 13 Jahre lang Wehrleiter.

"Die Jungs lernen die Grenzen des Fahrzeuges kennen. Auf der Straße kann man das nicht austesten. Das Training erhöht ganz klar die Sicherheit", sagt Gunnar Ullmann. "Es wäre gut, wenn alle Fahrer so einen Kurs mitmachen könnten", so der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Erzgebirge weiter. Dafür seien weitere finanzkräftige Partner wie der Chemnitzer Energieversorger erforderlich.

Nun steigt Frank Uhlmann ins Führerhaus des Löschfahrzeuges der Börnichener Feuerwehr, setzt sich ans Lenkrad, startet den Motor und bringt die 200 Pferdestärken auf Trab. Über Funk wird er vom Instruktor zur Vollbremsungen auf der bewässerten Strecke aufgefordert. Der 38-Jährige drückt das Pedal voll durch. ABS und Reifen ächzen. Uhlmann ist zwar Berufskraftfahrer, sein staunender Blick ist jedoch nicht zu übersehen.

 
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