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Vor dem Abflug gab es viel zu packen. Schließlich erhielt Nele Uhlmann vom Deutschen Olympischen Sportbund viele der Kleidungsstücke, die auch die deutschen Aktiven bei den Spielen in Südkorea tragen werden.

Foto: Andreas Bauer

Olympia hautnah: von der Kleidung bis zu den Wettkämpfen

Dank des Deutschen Olympischen Jugendlagers können 40 Nachwuchssportler die Spiele in Pyeongchang vor Ort miterleben. Auch für eine 16-jährige Zschopauerin begann gestern eine außergewöhnliche Reise.

Von Andreas Bauer
erschienen am 08.02.2018

Zschopau. Y.M.C.A. ist nicht nur eines der erfolgreichsten Lieder der Band Village People. Es ist auch der Name eines Hotels in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul, in der Nele Uhlmann die kommenden zwei Wochen schlafen wird. Der musikalisch anmutende Name passt gut, denn die 16-jährige Zschopauerin ist ein Fan des sogenannten K-Pop. Über die koreanische Popmusik wird sie vor Ort sogar einen Vortrag halten - allerdings dreht sich ansonsten fast alles um Wintersport. Schließlich gehört Nele Uhlmann zu den 40 Teilnehmern des Deutschen Olympischen Jugendlagers. Und ihr Referat ist nur ein Puzzleteil eines vielfältigen Programms, das die Jugendlichen mit der koreanischen Kultur, vor allem aber mit den bunten Facetten der morgen beginnenden Olympischen Spiele vertraut machen soll.

Zwar dauert es mit der Bahn rund 70 Minuten, um die 150 Kilometer lange Strecke von Seoul zu den Wettkampforten in Pyeongchang zurückzulegen, doch sind die Teilnehmer des Jugendlagers hautnah dran an den Olympischen Spielen. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes, denn vom Deutschen Olympischen Sportbund erhielten die Jugendlichen vor der gestrigen Abreise die gleiche Ausstattung wie die deutschen Olympioniken. "Und die Kleidung müssen wir vor Ort auch tragen", sagt Nele Uhlmann, der einige der reichlich 20 Kleidungsstücke trotz Größe S zu groß sind. Doch auf ein Lieblings-Sweatshirt samt Jogginghose hat sie sich bereits festgelegt. Skisocken, Funktionsunterwäsche und Daunenjacke - allesamt mit Aufdruck "Germany" - kann sie sich ja für später aufheben.

Erst einmal gilt es Südkorea zu erleben - und zwar so intensiv wie möglich. "Der Generalkonsul von Südkorea hat veranlasst, dass wir den ersten Tag jeweils bei einer Gastfamilie verbringen", sagt Nele Uhlmann. Die beim Einsiedler SV aktive Skifahrerin, die im Verein als Nachwuchstrainerin hilft und wohl auch deshalb mit ihrer Bewerbung für das Jugendlager Erfolg hatte, bringt deshalb ein Räucherhaus mit. "Andere haben zum Beispiel einen Schwibbogen oder Schokolade eingepackt - Typisches aus unserer Region eben", so die 16-Jährige. Doch ab heute geht es darum, was die asiatischen Gastgeber ausmacht.

Neben Workshops innerhalb des Jugendlagers sind viele Ausflüge geplant - unter anderem zur nord-südkoreanischen Grenze und zu Tempeln. Fast noch mehr als auf die Sehenswürdigkeiten freuen sich die Jugendlichen aber auf die sportlichen Höhepunkte. Und damit ist nicht das tägliche Yoga gemeint. Fünf Olympia-Wettbewerbe darf sich jeder auswählen, wobei für Nele Uhlmann aufgrund ihrer Leidenschaft natürlich der Alpine-Sport von besonderem Interesse ist. "Felix Neureuther zu treffen, wäre toll gewesen, aber er ist leider verletzt", sagt die Zschopauerin, die sich dafür auf Begegnungen mit anderen prominenten Aktiven freut. Welche genau und ob an der Piste oder im Deutschen Haus, wird sich zeigen.

Für die "Freie Presse" wird Nele Uhlmann während der Olympischen Spiele täglich über das Geschehen vor und hinter den Kulissen von Pyeongchang berichten.

 
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