Filmarbeit kitzelt besondere Momente heraus

Wie kreativ sie sein können, haben Siebtklässler des Förderzentrums "Clemens Winkler" in Brand-Erbisdorf gezeigt. Sie drehten einen Film.

Brand-Erbisdorf.

"Juniorwahl", dem bundesweiten Schulprojekt zur Bundestagswahl 2017, haben sich die Siebtklässler des Förderzentrums "Clemens Winkler" in Brand-Erbisdorf in dieser Woche gewidmet. Mit Unterstützung eines Teams der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM) erstellten sie einen eigenen Film. "Wir möchten den Schülern Medienkompetenz vermitteln, was laut Lehrplan in der 7.Klasse in Deutsch, Ethik und Musik gefordert ist, und haben uns dazu Projektpartner eingeladen, die das Thema praktisch erklären", sagte Ute Schnabel. "Gut ist, dass die Schüler auch anhand des Ergebnisses sehen, was aus der Arbeit von dreieinhalb Tagen geworden ist", so die Schulleiterin.

In dem Projekt soll den Schülern Medienwissen, -handeln und -reflexion vermittelt werden. Nachdem die sieben Schülerinnen und Schüler Ideen für den Film gesammelt und am Storyboard gearbeitet haben, folgte unter anderem die Einführung in Kameratechnik und Filmaufnahme. Nach einigen Szenenproben und ersten Filmversuchen wurde es ernst. Die einzelnen Szenen des Films, der unter dem Thema "Werbung für die Juniorwahl" steht, wurden in verschiedenen Räumen der Schule gedreht. Am Donnerstag wurde der Film geschnitten und abschließend vor der Klasse präsentiert.

"Das Schauspielern war schön", sagte Lion Niclas Schmidt, der auch hinter der Kamera stand. "Mir hat alles gefallen", erklärte Justin Fuchs. "Besonders, dass ich im Film einen Lehrer spiele." In dem Film thematisieren die Jugendlichen, was geschehen kann, wenn jemand nicht zur Wahl geht. "Wir zeigen Szenen, wo jemand ausgeschlossen wird, der nicht wählen geht", erklärte Ben Kunzendorf, der in einer Szene dadurch vom Kicker-Spiel ausgegrenzt wird. Sechstklässler Niklas Birkhahn kam in einer Pause dazu und schaute sich die Szene durch die Kamera an. "Wir haben letzte Woche in unserer Klasse ein Hörspiel aufgenommen, und letztes Jahr ein Filmprojekt gehabt. Daher weiß ich schon, wie der Ton aufgenommen wird", erzählte er.

"Ich bin sehr erstaunt, wie konzentriert die Schüler dabei sind und was sie für gute Ideen einbringen", sagte Andreas Krug von der SLM. "Wir versuchen, jeden zu befähigen, Dinge selbst auszuprobieren", so der Medienpädagoge. So konnte jeder Schüler einmal Regie führen, filmen, den Ton aufnehmen und den Film schneiden.

Mit dem Medienmobil waren die Pädagogen das dritte Mal im Brand-Erbisdorfer Förderzentrum. "Durch das Projekt sehen wir, wie aus Problemschülern Kreative werden", so Schulleiterin Schnabel: "Das sind Momente, die wir so aus den Schülern nicht herauskitzeln können."

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