Momente aus zwei Welten

Ihre erste Gemeinschaftsausstellung haben die Hobbyfotografen Ines Meyer aus Hilbersdorf und Paul Bruins aus Südafrika "Sichtweisen" genannt.

Freiberg/Hilbersdorf.

"Sichtweisen" heißt die erste Gemeinschaftsausstellung von Ines Meyer und Paul Bruins, die derzeit in der Freiberger Nikolaikirche zu sehen ist. Die Hobbyfotografen aus Hilbersdorf und Südafrika zeigen mit den großformatigen Fotografien Eindrücke aus ihrem jeweiligen Lebensumfeld. Fischerboote am Strand, ein Sonnenaufgang in Namibia, Wüstenlandschaften, Felskliffe sowie Impressionen aus Norwegen und der Toskana zählen zu den ausdrucksstarken Fotografien von Paul Bruins. Auch Stadtlandschaften hat der 52-jährige Bauingenieur im Erdgeschoss der Kirche ausgestellt.

"Fotografieren ist seine Leidenschaft", sagt Ines Meyer, die in der ersten Etage Aufnahmen von Blüten zeigt, über ihren Kollegen. Und sie fügt hinzu: "Er ist ein Weltenmann, der viel in der Toskana ist, und schon Alaska und Neuseeland bereiste. Er bietet auch Workshops an".

Über einen solchen haben sich die beiden im Herbst 2013 in Dresden auch kennengelernt und sind in Kontakt geblieben. Im August 2015 entstand die Idee für eine gemeinsame Ausstellung. "Paul hat ein hohes Level in der Fotografie und Bilder mit Anspruch", sagt Ines Meyer. "Die Art und Weise, wie er fotografiert, ist sehr komplex und ansprechend. Die Farben kommen gut zur Geltung, die Motive sind anspruchsvoll und es schwingt ein Hauch von Fernweh mit", schwärmt die Hilbersdorferin, die selbst seit 2012 mit der Kamera unterwegs ist und ihre Bilder erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

"Für mich ist es eine große Ehre, hier auszustellen, dafür möchte ich mich bedanken. Und ich bin sehr dankbar für das Vertrauen von Paul. Seine Bilder machen aus, dass in der Ausstellung mehr Weltansichten dabei sind", sagt sie. Ein Blick über den Tellerrand ist Ines Meyer wichtig, "damit man weiß, was in der Welt los ist". Fotografieren ist für die 44-Jährige ein Ausdruck von Lebensfreude und Leichtigkeit. "Ich möchte den Moment genießen und im Bild festhalten, wie eine blühende Pflanze, wohl wissend, dass er vergänglich ist", erzählt Meyer, die in einem Freiberger Personalbüro tätig ist. Zur Fotografie kam sie, als nach dem Sohn auch die Tochter aus beruflichen Gründen von zuhause auszog. "Ich musste die Lücke schließen und wollte mir etwas Sinnvolles suchen." Die Fotografie mache für Ines Meyer Sinn. "Ich mag die Kreativität. Es kommt auf das Auge an, nicht auf die Kamera".

2012 hat sie einen Fotokurs bei Thomas Kruse in Freiberg besucht und dabei gelernt, manuelle Kameraeinstellungen zu nutzen. "Das habe ich beherzigt und kann mich nun besser fotografisch entwickeln und ausdrücken", sagt die Hobbyfotografin. Ihre Motive findet sie in der Region. Aber auch im Urlaub, wie in Österreich und in Italien, hat Meyer die Kamera dabei. Ein Wunsch der Hobbyfotografin ist, einmal ihre Bilder in Hechthausen, dem Partnerort von Hilbersdorf, auszustellen. "Ich möchte die Verbindung nutzen, um unseren Ort bekannter zu machen", sagt Ines Meyer.

Die Ausstellung "Sichtweisen" wird noch bis 12. August in der Nikolaikirche Freiberg gezeigt. Geöffnet ist mittwochs bis sonntags von 11 bis 17 Uhr.

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