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Die historischen Pflastersteine haben unterschiedliche Abmessungen. Auch deshalb ziehen sich die Pflasterarbeiten in die Länge.

Foto: Andreas Wohland

Altmarkt: Zeitplan ist in Gefahr

Die Sanierung des Platzes in Kirchberg zieht sich offenbar in die Länge. Jetzt soll ein zweiter Arbeitstrupp für mehr Tempo sorgen. Aber wird das ausreichen?

Von Andreas Wohland
erschienen am 14.09.2017

Kirchberg. So mancher Kirchberger blickt zunehmend skeptisch auf den Fortgang der Sanierungsarbeiten am Altmarkt. Grund ist insbesondere der schleppende Verlauf der Pflasterarbeiten. Ein Anwohner brachte seine Befürchtungen wie folgt auf den Punkt. "Wenn ich sehe, dass hier lediglich zwei Hanseln die Pflastersteine verlegen, fällt es mir schwer zu glauben, dass der Altmarkt bis Jahresende fertig wird. Schließlich haben wir jetzt schon Mitte September", sagte er.

Die von ihm geäußerten Bedenken werden offensichtlich auch von den Mitgliedern des Stadtrates geteilt. Daher stand das Thema jetzt auf der Tagesordnung im Technischen Ausschuss. Die dort vertretenen Stadträte wollten wissen, ob die Arbeiten im Zeitrahmen liegen. Laut Horst Philipp vom zuständigen Ingenieurbüro wird entsprechend der vorliegenden Planung gebaut. Allerdings machte er auch kein Hehl daraus, dass aus seiner Sicht die Pflasterkapazität verstärkt werden müsse, um dieses Jahr wirklich zum Ende zu kommen.

Welchen Umfang die noch ausstehenden Arbeiten haben, erklärte Bauamtsleiter Henry Funk. "Insgesamt beträgt die zu pflasternde Fläche etwa 3200 Quadratmeter. Davon müssen noch um die 1500 Quadratmeter erstellt werden." Erfahrungsgemäß schafft es ein Zwei-Mann-Team, pro Woche gut 50 Quadratmeter Pflaster zu verlegen und zu verfugen. Die mit der Sanierung des Altmarktes beauftragte Firma Loebel Bau hat zwischenzeitlich mit dem für das Pflastern zuständigen Subunternehmen den Einsatz eines zweiten Arbeitstrupps vereinbart. Zusätzlich wird Loebel Bau entsprechend den örtlichen Gegebenheiten und des Baufortschritts eigene Mitarbeiter für die Pflasterarbeiten abstellen, hieß es.

Allerdings ist die Größe des Altmarktes nur eine der zu meisternde Herausforderungen. Da die Steine in Beton gelegt werden, müssen die Arbeiter besonders sorgsam vorgehen, denn eine spätere Beseitigung kleinerer Mängel mithilfe einer Rüttelplatte scheidet in diesem Fall aus. Hinzu kommt, dass der Altmarkt sein historisches Pflaster zurück- erhält. Das Problem: Für diese Steine gibt es kein Normmaß. Anders als bei standardisiertem Pflaster ist damit auch kein zügiges "Freiwegpflastern" möglich. Trotzdem gilt die Zielvorgabe, dass die Fläche Anfang November fertig ist.

Kirchbergs Bürgermeisterin Dorothee Obst (Freie Wähler) sagte: "Die Arbeiten stehen seitens der Anwohner, aber auch der Verwaltung unter starker Beobachtung. In erster Linie legen wir aber großen Wert auf die Qualität und nicht darauf, einen Termin auf Biegen und Brechen einzuhalten." Allerdings gibt es auch aus ihrer Sicht zum gegenwärtigen Zeitpunkt nur einen einzigen vertretbaren Grund, der eine zeitliche Verzögerung recht- fertigen könnte: das Wetter. Denn ein früher Wintereinbruch würde letztendlich alle noch so schönen Terminplanungen über den Haufen werfen.

 
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