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Ronny Schilder.

Foto: Ronny Rozum

Eltern und Lehrer am Ende der Geduld

Der neue Kultusminister schlägt eine Kurswende in der Schulpolitik vor

Von Ronny Schilder
erschienen am 15.11.2017

Sind Sie auch so ungeduldig? Neulich war Elternabend, Orientierung zur weiterführenden Schule in der Klassenstufe 4. Schulleiter kamen, um Müttern und Vätern den Weg in die Zukunft ihrer Kinder zu weisen. Sie enthüllten die Vielfalt der Möglichkeiten in unserem so gewitzt ausdifferenzierten Schulsystem. Es war wie ein lustiger Diaabend früher - bei dem am Ende einer die Gardine wegzog und man die Kekskrümel und Rotweinflecken auf dem Teppich fand.

Die meisten Schattenseiten kamen in der Fragestunde auf den Tisch. "Wir wissen heute noch nicht, wie es mit den Neigungskursen an unserer Oberschule weitergeht." - "Schnupperstunden am Gymnasium, wie beim größeren Geschwisterkind? Die haben wir abgeschafft. Als eine Klasse noch 22 Kinder hatte, konnten wir das machen. Heute, mit 28 Kindern, geht das nicht mehr." - "Auf unser Gymnasium kommen jetzt auch Kinder ohne Bildungsempfehlung. In der Klasse 5 liegt der Zensurendurchschnitt manchmal über 4. Früher gab es das praktisch nie." - "Wie es weitergeht? Es kommen neue Richtlinien. Sie versprechen nichts Gutes."

Wir haben dann in der Fragestunde nicht mehr über Lehrermangel, Unterrichtsausfall und Seiteneinsteiger aus Dienstleistungsberufen mit Expresszulassung gesprochen. Elternabende in Sachsen, das sind längst Schicksalsgemeinschaften von Eltern und Lehrern, die gemeinsam von einer besseren Schule träumen. Seit vielen, vielen Jahren.

Und jetzt ein Hoffnungsträger: Frank Haubitz, der parteilose neue sächsische Bildungsminister, hat mit Selbstvertrauen und vermutlich auch Tatkraft (wenn man ihn lässt) ein Signal für einen neuen Aufbruch gesetzt. Seine Forderung, die Lehrer zu verbeamten, macht Aufsehen: Allerhand Bedenkenträger haben sich bereits in Stellung gebracht, um das Untier zu erlegen. Wir hören, dass es makroökonomische, soziale, moralische, logische, historische und etatistische Gründe gegen eine Verbeamtung gibt. Die Nebensächlichkeit, dass alle anderen Bundesländer außer Berlin ihre Lehrer verbeamten, muss eine tragische Verkennung all dieser Gründe sein.

Oder könnten Menschen, die keine Sachsen sind, doch manchmal Recht haben? Ich jedenfalls habe gar keinen Ehrgeiz, die eigenen Kinder weiteren Modellversuchen für eigensinnige Bildungsideen zur Verfügung zu stellen. Die Politik aus dem Unterricht herauszuhalten, das war auch so ein sächsischer Holzweg. Selbst Stanislaw Tillich hat das jetzt eingeräumt. Leider kommt die Einsicht zu spät für eine ganze Generation. Noch mehr Experimente? Ich möchte lieber nicht.

Der Furor des neuen Kultusministers, seine ungeschliffene Art, seine Macher-Attitüde ist dem Problemfall Schule angemessen. Für seinen Ansatz hat er ein einprägsames Bild gefunden: Wer untergeht, kann mit den Armen wedeln. Oder er greift nach dem nächsten Ast. Haubitz will zum Ast greifen, endlich handeln, Schritt für Schritt. Dass eine Verbeamtung alle Probleme löst, glaubt er selber nicht. Der Mann wirkt aber wie einer, der noch mehr in petto hat.

 
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Kommentare
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Kommentieren (für Digital- und Printabonnenten)
  • 22.11.2017
    13:44 Uhr

    gelöschter Nutzer: @Petermännchen: Kann ich nur bestätigen. Ich habe da sehr ähnliche Erfahrungen gemacht.

    (Lediglich beim Frontalunterricht sehe ich das etwas anders. Den nutze ich zwar auch gern, sehe ihn aber nicht als "beste" Unterrichtsform an. Gruppenarbeiten usw. können auch sehr effektiv sein. Man muss es aber richtig machen, gut vorbereiten und wissen, wo man hin will und auch wissen, was man wann einsetzt. Sonst wird es wirklich Beschäftigungstherapie.)

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  • 20.11.2017
    22:56 Uhr

    Petermännchen: [Tochter vom Petermännchen]
    Mit großem Interesse habe ich all Ihre Beiträge gelesen - jedoch ist es nicht einfach, all die angesprochenen "kleinen" schwerwiegenden Baustellen voneinander zu differenzieren. Ich möchte nicht im Einzelnen dazu Stellung nehmen, sondern einmal meine persönliche Lage beschreiben, die sicher einiges von dem, das Sie angesprochen haben, bejaht.
    Ich selbst empfinde bloße Wut gegenüber der sächsischen Politik der letzten 15 bis 20 Jahre. Bereits zu Beginn meines Lehramtsstudiums 2003 hieß es, dass aufgrund der Überalterung in den nächsten Jahren viele Lehrer fehlen werden. Und trotzdem war für mich an eine Bewerbung zum Referendariat in Sachsen 2011 nicht zu denken, weil die Plätze stark begrenzt waren und ich keinen maximalen 1,5er-Abschluss vorweisen konnte. So zog ich es vor, es erst gar nicht in Sachsen zu versuchen oder mich wie viele mit Nichtstun in eine Warteschlange zu begeben und bewarb mich schließlich in Niedersachsen, zumal eine Bewerbung damals aus dem Ausland per Onlineformulare schön unkompliziert (im Vergleich zu anderen Bundesländern) war. 2011 startete ich schließlich mein Referendariat in Osnabrück und freute mich zunächst über ein monatliches Referendariatsgehalt, das 400 Euro über dem in Sachsen lag. Zu meinem Erstaunen stellte ich fest, dass ich trotz überfüllter Hörsäle und Seminarräume in Leipzig eine sehr gute Ausbildung genoss, denn viele meiner Referendariatskollegen hatten von den grundlegendsten pädagogischen Konzepten noch nichts gehört. Nach Beendigung meines Referendariat (mit Elternzeitunterbrechung) war es dann nicht leicht für mich, eine Stelle mit dem weit verbreiteten Fach Deutsch zu finden. Allerdings gestaltete es sich recht einfach, mich online als Vertretungslehrkraft für NRW zu registrieren. Durch eine solche gut bezahlte befristete Vertretungsstelle im Angestelltenverhältnis gelangte ich nach 1,5 Jahren zu einer festen Beamten-Stelle. Ich bin überaus zufrieden mit den Rahmenbedingungen meines jetzigen Berufslebens: Zur Zeit arbeite ich Teilzeit (20 von 25,5 Stunden), so dass mir ein freier Tag in der Woche zusteht. Als alleinerziehende Mutter bin ich trotz der Teilzeit und Abzüge durch die private Kranken- und Pflegeversicherung für mich und meinen Sohn (ca. 300 Euro monatlich) finanziell sehr gut aufgestellt. Ebenso schätze ich es sehr, dass ich als Teilzeitkraft jede Vertretungsstunde, die ich leiste, am Ende des Monats vergütet bekomme. Zusätzlich erhalte ich mein volles Gehalt beispielsweise, wenn ich wegen Erkrankung meines Sohnes oder Schließtage der Kindertagesstätte (davon gibt es hier nicht wenige) zu Hause bleiben muss. Des Weiteren gibt es bei uns an der Schule die (interne?) Regel, dass die Lehrer mit Korrekturfächern (wie bspw. Deutsch, Englisch ? im Vergleich zu den Lehrern mit Nebenfächern; in den Nebenfächern werden in NRW keine Klassenarbeiten geschrieben) Entlastungen bekommen, welche durch ein Punktesystem ermittelt werden. So ist es nicht selten, dass ich im nachfolgenden Schuljahr aufgrund der gehäuften Korrekturen im Fach Deutsch 20 Stunden bezahlt bekomme, aber nur 17 unterrichte. Klingt nach einem Schlaraffenland für Lehrer ? ist es auch. (Dass NRW 144 Milliarden Euro Schulen vorweisen kann, ist bekannt und soll nur am Rande erwähnt werden.) Die kleine Nebensächlichkeit, dass ich als Beamtin an meine Schule gebunden, meinem Dienstherrn verpflichtet bin, stört mich nicht, weil ich es sehr gut getroffen habe. So ? nun haben jedoch glückliche private Umstände ergeben, dass für mich und meinen Sohn im nächsten Sommer ein Umzug nach Sachsen anstehen wird. (Wer mich jetzt auslacht und für dumm erklärt, dem muss ich zustimmen.) Während eines Informationstelefonats mit der Bildungsagentur Zwickau teilte mir eine dort angestellte Person mit, ich könne jeder Zeit in Sachsen als Lehrerin tätig werden, müsse aber zunächst meinen Beamtenstatus aufkündigen. Meine Rückfrage, ob denn auch eine ?Stilllegung? des Status` möglich sei, wurde verneint. Nun, da stellte sich mir natürlich die Frage, wie man solch dreiste Forderungen stellen kann, wenn man sich doch des enormen Lehrer-Mangels in Sachsen bewusst ist ? und, wenn doch schon einmal jemand von den vielen abgewanderten Studierten beabsichtigt, nach Sachsen zurück zu kommen und noch dazu bereit ist, monatliche Einbußen von ca. 500 Euro in Kauf zu nehmen ? von all den anderen oben angeführten ?Vorzügen? einmal ganz abgesehen. Nebenbei fragte mich die Person von der Bildungsagentur, wie ich mir denn ein (Berufs-) Leben als Beamtin im Lehrerzimmer unter Angestellten vorstelle. Da war mir klar, dass diese Person das eigentliche Problem nicht erkannt hat: die Schuld liegt nicht bei mir, die den Fortbestand ihres gut bezahlten Status` fordert, sondern eher bei ihr und dem Ministerium, für das sie tätig ist, das all die Lehrer, vor allem die alteingesessenen, die in den letzten Jahren dem Land Sachsen stets gute Kritiken im Bereich der Bildung einbrachten, nicht angemessen entlohnten. Und diese Lehrer dürfen nun noch extra Arbeit leisten, indem sie abermals die Fehlentwicklungen der sächsischen Bildungspolitik auffangen und ihren neuen, mitunter besser bezahlten Kollegen ? die so genannten ?Quereinsteiger? ? beispielsweise erklären, wie man einen Unterrichtseinstieg zielführend plant.
    Ich jedenfalls werde für Sachsen und seine herab würdigende Bezahlung meinen hart erarbeiteten Status nicht opfern ? auch, weil sie mich und meinen Zweier-Abschluss zum Referendariat einst verschmähten. Deshalb habe ich einen Antrag auf Ländertausch in ein Bundesland ?nebenan? gestellt und nehme lieber eine Fahrzeit von bis zu einer Stunde in Kauf. Denn, bei ähnlichen finanziellen Konditionen werde ich mir sicher auch wieder einen freien Tag leisten können. So zeigt sich, wie von Ihnen schon angemerkt: es ist alles eine Frage des Entgeltes und weniger des ?Verbeamtet-seins?. Wenn Sachsen nun wie Berlin seine angestellten Lehrer zukünftig mit 3000 Euro Netto nach Hause schicken würde (das erhalten nun vom verzweifelten Berlin sogar schon ?quereingestiegene? Grundschullehrer), dann wäre Sachsen auch ohne Beamtenstatus für mich durchaus eine Option. Angebot und Nachfrage regeln nun einmal den Preis.

    Fern dessen stimme ich Ihnen zu, wenn Sie bedauern, dass das allgemeine Bildungsniveau sinkt. Davon kann ich in meinem Schlaraffenland ein Leid singen. Und ich bin überzeugt davon, dass es vor allem an der mangelnden Disziplin, sowohl auf Seiten der Lehrer als auch auf Seiten der Schüler, liegt. Zusätzlich kommt erschwerend die heutige ?Generation Bequem? (so nenne ich sie) hinzu. Ich versuche dem mit Strenge entgegen zu wirken, fühle mich jedoch als Einzelkämpferin, indem ich für den in Deutschland höchsten zu erreichenden Bildungsabschluss um Respekt und die entsprechende Lerneinstellung bitte ? nein, nicht bitte (das würde jener Generation zuarbeiten), sondern diese fordere (ein kleiner feiner Unterschied). Mein autoritäres Auftreten, das Fachleiter im Referendariat an mir stark kritisierten und zudem mit meiner ?schulischen Sozialisation? (gemeint war meine DDR-Schulzeit) begründeten, kommt mir heute zu Gute. Es scheint, als sei meine strenge, konsequente, aber berechenbare Lehrerpersönlichkeit durchaus bei den Schülern willkommen. Kollegen bestätigen mich in dieser, fordern sie sogar von anderen Kollegen, können oder wollen sie selbst jedoch nicht annehmen. Zudem gehöre ich zu den Lehrkräften, die den Frontalunterricht als gewinnbringender als beispielsweise ?Beschäftigungen? wie die Gestaltung von Plakaten bewertet. Nun ja, was bleibt ist das sinkende Niveau der Bildung (von den sprachlichen Kompetenzen der Schüler einmal ganz abgesehen)... Wohl auch dem geschuldet, dass Eltern über die Schullaufbahn ihrer Kinder bestimmen dürfen. Es ist doch naheliegend, dass eine Klasse mit einem großen Teil guter bis befriedigender Realschüler das Niveau der gesamten Klasse im Laufe der Zeit senkt. Denn dies wird sich zwangsweise früher oder später in die Bewertung einschleichen und die Anforderungen herab setzen. Schließlich möchte keine Lehrkraft dauerhaft einen schlechten Klassendurchschnitt vor Augen haben. Die Folge dessen: das Bildungsniveau sinkt. Sachsen wird nach seiner Entscheidung, die Eltern über den Bildungsweg der Kinder bestimmen zu lassen, wahrscheinlich das Gleiche erfahren.

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  • 19.11.2017
    11:44 Uhr

    VaterinSorge: ja gut erkannt, dass nicht einfach alles 1 zu 1 kopiert werden kann, auch bislang kein zukunftsfähiges und sparsames System so richtig gefunden wurde. Es gibt aber beispielsweise zwei sehr erfolgreiche Modelle aus Süddeutschland, eine Gesamtschule am Bodensee (Bodenseeschule) und ein Gymnasium in Oettingen. Beide sind allerdings Privatschulen und könnten aber sowohl aus demographischer, finanzieller und erfolgsorientierter Sicht auch für staatliche Schulen Vorbild sein, wenn es von der Politik gewollt wäre. Da man speziell in Sachsen damit durchaus zufrieden ist, der Einäugige unter den Blinden zu sein, wird es wohl vorerst nicht zu gravierenden Änderungen kommen, sondern sich im Gegenteil eher damit zufrieden geben, Stundentafeln zu kürzen, "unwichtigen" Unterricht wie Schwimmen, Sport, Kunst, Musik, Werken, Ethik, u.a.m. auszulagern. Somit brauchen wir uns hier an der Stelle keine Gedanken groß zu machen, bis unsere Wirtschaft endlich mal auf den Tisch haut und ernsthafte Forderungen stellt, wie Bildung auszusehen hat. Da aber der überwiegende Teil der sächs. Wirtschaft aus Subunternehmen, Zulieferern oder verlängerten Werkbänken besteht, braucht man vielleicht zukünftig weniger Intelligenz, sondern nur hirnlose Leute, die ohne zu fragen und ohne nachzudenken von morgens bis abends oder abends bis morgens ihre Arbeit machen. Ein anderes Motiv für die Untätigkeit der Wirtschaft kann ich mir nicht erklären.

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  • 17.11.2017
    22:01 Uhr

    cn3boj00: @Felto84, VaterinSorge: Was wollten Sie denn nun mit Ihren umfassenden Ausführungen sagen? Dass die Forderungen der Wirtschaft (wie VaterinSorge sich wünscht) unbegründet sind? Oder dass man sich keine Veränderungen wünschen darf? Oder dass man Systeme anderer Länder nicht auf Deutschland übertragen kann (höre ich auch immer von Politikern)? Oder dass es gut ist, wenn Eltern 10jähriger meist auf Grund ihrer vermeintlichen Stellung in der Gesellschaft schon wissen was aus ihren Kindern mal werden soll?

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  • 17.11.2017
    17:19 Uhr

    gelöschter Nutzer: Was Sie schreiben wäre zwar (teilweise) wünschenswert, aber das wird in Deutschland so schnell nicht kommen; wahrscheinlich nie. Die Länder werden sich ihre einzige Spielwiese, auf der sie etwas entscheiden können, nicht nehmen lassen. In Sachsen wird es in absehbarer Zeit keine linke Regierung geben. (SPD und Grüne sind in Sachsen so schwach, dass es kaum zu einem rot-rot-grünen-Bündnis wie in Thüringen kommen wird). Es bleibt also bei der CDU oder es rutscht sogar noch weiter nach rechts. Das heißt, dass es auch beim zweigliedrigen Schulsystem bleiben wird. Dann sollte man aber dafür sorgen, dass das reibungslos klappt, wenn es Oberschule und Gymnasium weiterhin geben wird. Alles andere ist Traumtänzerei.

    Kleine Klasse, Doppelbesetzung (kenne ich aus eigenem Erleben und das kann toll sein!) wird es in Sachsen so schnell nicht geben, da es teilweise nicht einmal für eine Einfachbesetzung reicht.

    Ich bin dann doch eher dafür erst einmal das machbare erledigt und erst dann mit dem Träumen zu beginnen, wenn das Wasser nicht mehr unkontrolliert in den Mund läuft.

    "Und nicht zuletzt: der Bildungsstandard in der DDR war ja weißgott nicht schlecht..." - Richtig (mal von Politik, Geschichte und Teilbereichen von Geographie abgesehen). Aber die alten Methoden würden in dieser vollständig gegensätzlichen Kultur nicht mehr funktionieren. Das DDR-Bildungssystem war für die DDR gut, nicht für die BRD. Hier scheitern sie schon am anderen Umgang mit der Disziplin.

    "ich bezweifle, dass man Bildungsqualität nur an Abiturnoten ablesen kann. Schon allein der Umstand, dass Schulen oder Schulsysteme im Wettbewerb um Notendurchschnitte stehen ist ja pervers." -- Habe ich auch nicht geschrieben. Man sehe sich aber mal die Zahl der Studienabbrecher an und der Leute, die die Ausbildung nicht bewältigen. Die Werte sind in den Bundesländern in denen Kinder länger gemeinsam lernen nicht besser (Hamburg, Berlin mit der sechsjährigen Grundschule). Man sehe sich ebenso an, wie einige Länder nach der Einführung bundesweiter Abituraufgaben zu kämpfen haben. Das sind erstaunlicher Weise auch nicht die Länder mit dem zweigliedrigen System.

    "Darüber hinaus ist hinlänglich bekannt, dass das mehrgliedrige System keine gleichen Chancen für alle bietet." -- Das Problem ist, dass man die Benachteiligung beim zweigliedrigen System sehr einfach messen kann. Auch beim gemeinsamen Lernen wird in der 9. und 10. Klasse selektiert; ebenso ob man in die Oberstufe darf oder nicht. Das geschieht aber weniger öffentlich und daher stört es keinen. Studienabbrecher aus Finanznot werden auch kaum registriert. Lediglich die Auswahl am Ende der 4. Klasse wird beleuchtet und kritisiert. Man verlagert das Problem lediglich in Hinterzimmer; da schmerzt es weniger.

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