Ein Wurm mit Augen?

Unsere Leserin Sylvia Beier hat dieses Tier entdeckt und es für Onkel Max fotografiert, weil sie nicht wusste, was dies für ein Tier ist.

Als Laie hätte man bei diesem - nicht ganz scharfen - Bild nicht unbedingt auf ein Insekt getippt, sondern auf einen Wurm, eine Schnecke oder Ähnliches. Für Professor Claus Zebitz ist es jedoch keine Frage, dass es sich hierbei um die Larve des Mittleren Weinschwärmers (Deilephila elpenor), also eines Schmetterlings handelt. "Die Larven dieser Art tragen auf ihrem Vorderkörper zwei deutliche Augenflecken, die bei Gefahr dem Störer und potenziellem Feind entgegengestreckt werden", erläutert der Entomologe (Insektenkundler). "Dadurch gibt es einen starken Schreckeffekt." Oft bewegt die Raupe den Oberkörper mit den Riesenaugen auch noch hin und her, um eine Schlange zu imitieren.

Der Mittlere Weinschwärmer frisst als Raupe gerne an Nachtkerze, Weidenröschen und Fuchsien. "Nichtsdestoweniger steht er unter Schutz", so Zebitz, "er darf nicht bekämpft werden." Die eventuellen Fraßschäden an den Fuchsien gilt es also hinzunehmen. Dafür kann man sich im Sommer darauf freuen, wenn aus den Raupen der letztendliche Schmetterling geworden ist. Denn er besitzt mit seinen olivgrün- und pink gefärbten Flügeln seinen ganz eigenen Reiz. (jzl)

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