Corona: Diskussion um Anzeigen-Kampagne des Erzgebirgskreises

Bisher wandte sich der Landkreis vor allem mit Pressemitteilungen und -konferenzen an die Öffentlichkeit. Nun startete er einen anderen Versuch. Darin heißt es, dass bald "Schicht im Schacht" sei, wenn sich die Erzgebirger nicht an die Regeln halten. Wie kommt das an?


Ist dieser Appell angemessen?

Ziel erreicht, würde ich sagen. Die "Schicht im Schacht"-Anzeige wird zumindest im Internet diskutiert und geteilt. Dass ihr harscher Tonfall den einen oder anderen provoziert, dürften die Macher gewollt haben. Mit dieser klaren, kompromisslosen Ansprache bringt man vielleicht doch noch manchen Erzgebirger ins Grübeln, der das mit Corona alles nicht so ernst nimmt. Denn nach wie vor sehe ich Leute, die rebellisch oder gedankenlos dem Maskentragen oder anderen sinnvollen hygieneverbessernden Verhaltensregeln etwa beim Kind-in-die-Kita-Bringen oder beim Einkaufen den Stinkefinger zeigen. Und die Anzeige überschreitet dabei keine Grenzen - im Gegensatz zu den Egoisten, die andere mit ihrem Verhalten in Gefahr bringen.

44 Kommentare
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  • 4
    0
    vonVorn
    22.11.2020

    @Pixelghost, Sie wissen wohl nicht das viele Tschechen immer noch zum Arbeiten herkommen? Den Teil hätte ich vielleicht bei meiner ersten Äußerung noch einflechten sollen.
    Das so eine Situation ohne Regeln nicht zu klären ist, ist mir klar und deshalb hätte ich eben gerne sinnvolle Regeln und nicht so ein Tohuwabu von politischer Seite her.
    Dann wäre diese blöde Kampagne nicht notwendig gewesen.

  • 2
    5
    Pixelghost
    22.11.2020

    @von Vorn,

    Aahhh, man muss die Grenze erst schleissen, damit niemand rüberfährt. Von allein kommt man da ja nicht drauf es zu lassen. Ist ja offen und die Preise sind niedriger.

    Man schreit nach Regeln. Und wenn die dann erlassen werden, weil man merkt, dass es mit Bitten und Betteln nichts wird, beschwert man sich wieder.

    Von allein machen? Ach dann doch nicht. Und dann jammert man, wenn man wie Kleinkinder behandelt wird - wenn man sich wie Kleinkinder verhält?

    Im Kindergarten wird sich - selbst die Kinder (5/6) untereinander - mit dem Ellenbogen begrüßt und verabschiedet - nur mal so zum Verhalten von Kleinkindern.

  • 7
    8
    paral
    21.11.2020

    Rage ist gut gesagt von Vorn. Heute beim aufschlagen der Printausgabe hatte ich es gleich wieder satt. Glück Auf wurde verballhornnt zu : Zum Glück ne Maske Auf. Gehts noch. Vorige Woche war "Schicht im Schacht" Dümmer gehts nimmer. Hier wird versucht, auf der emotionalen Schiene die Leute zu beeinflussen. Das geht nach hinten los, aber so was von.

  • 4
    7
    vonVorn
    21.11.2020

    Mich bringt das nicht zum Grübeln, sondern in Rage, angesichts dieser Behandlung als wäre man ein Kleinkind. Eh man die Bürger bevormundet sollte man sich als Politiker erstmal mit den vielen Ungereimtheiten in Bezug auf diesen halbherzigen Lockdown beschäftigen. Der erste Lockdown hat was gebracht weil man klare Regeln hatte, unter anderem keine Kontakte zum Nachbarland. Jetzt lässt man das Nachbarland offen, anders formuliert, man fördert Kontakte mit Coronainfizierten.
    Und angesichts dessen dann diese herablassende Kampagne, wie gesagt, mich verstzt das in Rage.