Der August: Warm und viel zu trocken

Hauptproblem des Monats sind nicht die hohen Temperaturen gewesen: Die viel zu geringen Niederschläge waren es.

Olbernhau.

Schon in der Antike sind die Hundstage (23. Juli bis 23. August) als die wärmsten Tage des Jahres bekannt gewesen. Allerdings dürften sie sich - damals wie heute - wohl selten so akkurat an den Kalender gehalten haben wie in diesem Jahr. Genau am 23. Juli begann in Olbernhau mit der Höchsttemperatur des Tages von 25,9 Grad Celsius eine Hochsommerphase, die erst am 23. August mit 31,3 Grad ihr Ende fand.

Von diesen 32 Tagen waren - für Mittelgebirgsverhältnisse recht ungewöhnlich - 25 Tage sogenannte Sommertage über 25 Grad. Die Kategorie heißer Tag, 30 Grad oder mehr müssen es dafür sein, erfüllten zwölf Tage. Allein zehn davon steuerte der Berichtsmonat August bei. Allerdings genügt das nicht, um den August-Spitzenreiter 2015 vom Thron zu stoßen, der noch 0,6 Grad wärmer ausfiel.

Prekär ist weiterhin die Trockenheit, die auch hierzulande, mit Ausnahme einiger von Unwettern heimgesuchter kleinerer Regionen, nahezu beispiellose Ausmaße annahm. In Olbernhau muss man bis zum Jahr 1959 zurückblättern, um einen noch geringfügig trockeneren Sommer zu finden. Wird das Frühjahr ab dem Monat April mit einbezogen, stehen lediglich 57 Prozent an Niederschlag zu Buche. In Litern pro Quadratmeter sind es 182, die fehlen, also fast drei Monatsmengen.

Die größte Tagesmenge fiel in der Nacht zum 18. August mit knapp 20 Litern während eines imposanten und sehr blitzintensiven Gewitters. Dies half vorübergehend, war aber angesichts weiterer ausbleibender Regenfälle zu wenig. Ab 24. verabschiedete sich zwar der Sommer im August mit halbierten Tagestemperaturen und deutlich weniger Sonnenschein. Nennenswerte Niederschläge oder gar der ersehnte Landregen blieben aus.

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