Erneut Solarmodule in der Region gestohlen

Anlagen in Hilmersdorf und Ansprung beschädigt - Polizei sucht Zeugen

Hilmersdorf/Ansprung.

Im mittleren Erzgebirge sind in den vergangenen Tagen erneut im großen Umfang Teile von Fotovoltaikanlagen entwendet worden. Die Polizeidirektion Chemnitz berichtete am Mittwoch von Diebstählen in Hilmersdorf und Ansprung.

Offenbar in der Nacht zu Sonntag waren Diebe auf einem Betriebsgelände in der Großolbersdorfer Straße in Hilmersdorf aktiv. Von einer dort installierten Fotovoltaikanlage demontierten die Unbekannten 21 Wechselrichter. Der Wert der Geräte wurde auf rund 31.500 Euro beziffert.

Nur wenige Tage später, in der Nacht zu Mittwoch, waren Diebe in der Rübenauer Straße in Ansprung zugange. Auch sie hatten es auf Fotovoltaikmodule abgesehen. Nach bisherigen Erkenntnissen wurden insgesamt 172 Stück vom Dach eines Firmengebäudes demontiert. Ersten Schätzungen zufolge beläuft sich der Schaden auf annähernd 40.000 Euro.

Die Polizei hat die Ermittlungen zu beiden Vorfällen aufgenommen. Zeugen, die am vergangenen Wochenende und in der Nacht von Dienstag zu Mittwoch Personen oder Fahrzeuge im Umfeld der beiden Betriebsgelände beobachtet haben, die mit den Diebstählen in Verbindung stehen könnten, werden gebeten, sich beim Polizeirevier Marienberg zu melden. Auch Beobachtungen zu fremden Personen oder Fahrzeugen im Vorfeld der beiden Taten können laut Polizei für die Ermittlungen von Bedeutung sein.

Im vergangenen Jahr waren Diebe dreimal in das Gelände der Heidersdorfer Fotovoltaikanlage eingebrochen. Ende März 2018 waren dort 176 Module, Mitte Juni 165 Exemplare gestohlen worden. Ende November wurden sogar 240 Module im Wert von insgesamt 48.000 Euro demontiert und abtransportiert. Die Polizei war damals von einem Zusammenhang der drei Fälle ausgegangen und vermutete, dass beim Diebstahl mehrere Kleintransporter zum Einsatz kamen. Beim ersten und dritten Fall konnten am Tatort laut einem Polizeipressesprecher "molekulargenetische Spuren" gesichert werden. Die Firma Vento Ludens, die die Anlage in Heidersdorf betreibt, hatte bereits nach den ersten beiden Vorfällen die Sicherheitsvorkehrungen vor Ort verstärkt und eine erneute Nachrüstung der Überwachungstechnik angekündigt. Vermutet wurde, dass das Diebesgut ins Ausland gebracht wurde. (mit svw)

Ruf 037356060

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