Geflügelzüchter zeigen ihre besten Tiere

In Grießbach öffnet heute im Gasthof wieder eine Ausstellung. Unterdessen ist die Zahl der gezeigten Tiere rückläufig. Auch die Höchstnote wird weniger häufig vergeben. Die Tauben haben aber noch ein ganz anderes Problem.

Grießbach.

Das anhaltend warme Wetter wirkt sich auch auf Tauben aus. "Die Tiere sind in ihrer Entwicklung einfach nicht so weit, wie eigentlich um diese Jahreszeit üblich. Sie stecken noch in der Mauser. Bei ihnen ist das Wachstum ihres Federkleids noch nicht abgeschlossen, dafür ist es einfach viel zu warm", erläutert der Vorsitzende des Rassegeflügelvereins Grießbach, Klaus Pröger im Vorfeld der Kreisjunggeflügelausstellung, die heute im örtlichen Gasthof beginnt und noch bis Sonntag läuft.

Die Zahl der ausgestellten Tiere ist rückläufig. Stellten die Züchter im vergangenen Jahr noch 518 Hühner und Tauben aus, sind es in diesem Jahr nur 476. Und das, obwohl die Rassegeflügelzüchter auch 2018 bestrebt sind, ihren Kollegen und dem Publikum zu zeigen, was sie in ihren Ställen und Schlägen gezüchtet haben.

Die Entwicklung findet ihre Fortsetzung in der Bewertung durch die Preisrichter: Verteilten sie im vergangenen Jahr in Grießbach noch sieben Mal die Höchstnote, reichte es in diesem Jahr nur zu drei Mal "V" wie Vorzüglich. Zweimal ging dieses Prädikat nach Hilmersdorf und zweimal an ein Brüderpaar: Holger Richter erhielt ein "V" für seine Deutschen Modeneser Gazzi blaufahl ohne Binden, sein Bruder Dieter Richter hat dieselbe Auszeichnung am Käfig für seine Thüringer Flügeltaube blau mit schwarzen Binden. Dritter im Bunde und damit derjenige, der die Ehre der Hühnerzüchter gerettet hat, ist der Gornauer Wolfgang Bauer. Sein Zwerg-Barnevelder weiß machte auf die Preisrichter einen so guten Eindruck, dass sie auch für dieses Tier ganz tief in die Punktekiste griffen und dem Züchter ein "Vorzüglich" bescherten.

Zwar werden weniger Tiere ausgestellt, dafür freut sich der Vereinsvorsitzende, der dieses Amt seit 30 Jahren inne hat, über einige Neuzugänge. "Wir haben Indische Zwergkämpfer, Grübbe Bartzwerge und Jersey Giants", so der 62-Jährige. Die Unterschiede zwischen den drei Neulingen sind augenfällig und selbst für den Laien ersichtlich: Indische Zwergkämpfer bringen bis zu 1,3 Kilogramm Gewicht auf die Waage, Grübbe Bartzwerge wiegen reichlich die Hälfte. Unter den Neulingen mit bis zu 5,5 Kilogramm am schwersten ist der Jersey Giant.

Die 48. Junggeflügelschau öffnet heute, 15 Uhr, für die Besucher ihre Pforten im Gasthof Grießbach. Morgen ist die Ausstellung in der Zeit von 9 bis 18 Uhr geöffnet, am Sonntag in der Zeit von 9 bis 14.30 Uhr geöffnet. Danach werden die ausgestellten Tiere von ihren Züchtern wieder abgeholt.

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