Glosse : Mobiles Becken

Eine Weltsensation. Eine Rettungsaktion. Und vor allem auch ein immenser Beitrag zur Völkerverständigung von Grünhainichen, Borstendorf und Waldkirchen. Dabei kommt die Idee aus Börnichen. Den genialen Geistesblitz hatte ein hier nicht namentlich genannt werden wollendes Mitglied aus dem für seine Innovationskraft und seinen Erfinderreichtum weit über die Ortsgrenzen hinaus berühmt-berüchtigten Elferrat des Börnschner Carnevalsvereins. Er kam ihm, als der naturverbundene Narr am Freitagnachmittag sah, wie Staatssekretär Uwe Gaul im Borstendorfer Freibad der Vorsitzenden des Wildensteiner Sportvereins, Kathrin Ardelt, einen Förderbescheid in Höhe von 5000 Euro überreichte. Das Geld stammt aus einem neuen Fördertopf des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst. Die Sportler wollen sich von der Spritze eine mobile Bühne für ihre Showtanzgruppen kaufen.

Moment mal! Bewegbare Bühne, Borstendorfer Bad, bröckliges Becken .... Da fiel es dem bodenständigen Börnichener plötzlich wie Schuppen von den Augen. Ein mobiles Schwimmbecken - das wäre die Rettung für die gefährdete Aquaoase des Schachdorfs. Das stark sanierungsbedürftige Becken könnte komplett mit Erde aufgefüllt und das transportable Bassin einfach darauf gestellt werden. Mit etwas ingenieurtechnischem Geschick ließe sich das Ding bestimmt auch zusammen- und auseinanderfahren. Dies hätte zudem den völkervereinigten Vorteil, dass das Becken für Sportschwimmer auf die vollen 50 Meter ausgeklappt werden könnte, und für Leute, die ein kleineres Becken attraktiver finden, eben nur zur Hälfte. Dann würde auch weniger Wasser benötigt, was nicht nur den Kämmerer freuen dürfte. Ein weiteres Plus der beweglichen Badeanstalt: Wenn die Waldkirchener nicht zum Planschen nach Borstendorf kommen wollen, kann der XXL-Pool auch auf den Hof des Blaufarbenwerks gekarrt werden.

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