Mathe-Ass stellt Konkurrenz in Schatten

Die zwölfjährige Melia Haase sicherte sich bei der Landesrunde der Matheolympiade einen ersten Preis. Später will die Venusbergerin in die Fußstapfen ihres Vaters treten.

Venusberg.

Die Familie von Melia Haase hat extra ihren Skiurlaub vorverlegt, damit Tochter Melia pünktlich an der Mathematikolympiade am Johannes-Kepler-Gymnasium in Chemnitz teilnehmen konnte. Und das hat sich gelohnt. Der Siebtklässlerin gelang der Sprung aufs Siegerpodest. Sie gewann im Landeswettbewerb den ersten Preis in ihrer Klassenstufe. "Mathe ist mir schon immer leichtgefallen", erklärt die Schülerin. "Meine Eltern haben mir mal gesagt, dass ich schon mit vier Jahren angefangen habe zu rechnen." Die Affinität zu mathematischen Formeln und deren Gebrauch liegt vielleicht im Blut. Ihr Vater hat Mathematik studiert.

"Melia ist eine Vorzeigeschülerin, wie sie sich jeder Lehrer wünscht", lobt Mathematiklehrerin Michaela Schuch. "Sie erfasst sehr schnell den Stoff. Es ist schön zu erleben, wie ihre Gedankengänge sind. Man könnte denken, sie hat sich schon im Vorfeld damit beschäftigt. Das ist aber nicht so", sagt sie. Zum Üben bekommt Melia Haase vom Korrespondenzzirkel Mathematik aus Chemnitz Aufgaben zugeschickt, die sie dann selbstständig löst. Im Herbst vergangenen Jahres ist sie dort eingestiegen. "Meine Lehrerin hat mir das empfohlen", sagt sie. Der Korrespondenzzirkel ist ein Angebot zur Förderung mathematisch-naturwissenschaftlich begabter und interessierter Schüler durch das Bezirkskomitee Chemnitz. "Bei uns an der Schule gibt es für die Fünft- und Sechstklässler eine Knobel-Arbeitsgemeinschaft", erzählt die Zwölfjährige, die später wie ihr Vater Mathematik studieren möchte. Für Schüler ab der siebten Klasse erfolgt am Zschopauer Gymnasium individuelle Betreuung in Mathematik, die auch Melia Haase nutzt.

Ein wenig nervös sei sie im Vorfeld der dritten Stufe der Mathe-Olympiade gewesen. "In der Region Chemnitz/Zwickau wurde in der Klassenstufe 7 genau ein erster Preis vergeben. Den hat Melia erhalten. Sie konnte sich deutlich gegen ihre Mitstreiter durchsetzen", sagt Petra Wegert vom Johannes-Kepler-Gymnasium in Chemnitz. Für die Siebtklässlerin ist trotz des Erfolgs nun Schluss. Erst ab Klasse 8 gibt es eine weitere Stufe, nämlich den bundesweiten Wettbewerb. "Ich möchte im nächsten Jahr auf alle Fälle wieder an der Mathematik-Olympiade teilnehmen", sagt Melia Haase.

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