Neuer Lift noch immer nicht in Sicht

Genehmigung neuer Aufstiegshilfe am Fichtelberg steht aus

Oberwiesenthal.

Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Deshalb hat René Lötzsch, Geschäftsführer der Fichtelberg Schwebebahn GmbH (FSB), auch in seinem Plan für das nächste Geschäftsjahr 2018/2019 die derzeit kalkulierten 9 Millionen Euro Baukosten für einen neuen Sessellift am Fichtelberg eingearbeitet. Doch noch bevor er diesen Plan den Mitgliedern des Stadtrates vorstellen konnte, hatte er aus der Landesdirektion Chemnitz - sie ist für das Genehmigungsverfahren verantwortlich - schon wieder schlechte Nachrichten erhalten: Dieses Jahr werde es definitiv keinen Bescheid mehr geben. "Das heißt, wir bauen auch im nächsten Jahr nicht", konstatiert René Lötzsch. Nicht nur für ihn, sondern auch für Bürgermeister Mirko Ernst (FDP) und die Stadträte eine "deprimierende Situation". Die trübe auch die Freude über das positive Jahresergebnis, welches das 100-prozentige Tochterunternehmen der Stadt im Wirtschaftsjahr 2016/17 erreicht hat. In dem konnte nach Angaben des Geschäftsführers ein Überschuss von reichlich 420.000 Euro erzielt werden - deutlich mehr als noch ein Jahr zuvor. Damals hatten reichlich 145.000 Euro zu Buche gestanden. Wesentlich mehr Gäste und Beförderungen als im Vorjahr haben dem Unternehmen ein Umsatzplus von mehr als 23 Prozent beschert. René Lötzsch spricht von einer "stabilen Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft". Unterdessen haben weder die Stadt noch die Gesellschaft Einfluss auf die bürokratischen Prozesse, die mit den geplanten Investitionen einhergehen, macht der Bürgermeister deutlich: "Das sind Formalismen, denen wir ausgeliefert sind." Er fügt allerdings auch hinzu: "Uns werden immer wieder Steine in den Weg gerollt und neue Hürden aufgebaut." (af)

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