Ortsteilbibliothek in neuen Räumen eröffnet

Die Lauterbacher Leseratten haben seit gestern eine neue Anlaufstelle. Geöffnet ist einmal im Monat.

Lauterbach.

Historische Romane sind in der Lauterbacher Ortsteilbibliothek sehr gut gegangen, erzählt Anja Badstübner, Mitarbeiterin der Marienberger Bibliothek. Ebenso Kinderbücher, Kriminal- und Heimatromane. Jedenfalls bis zum Juni 2017. Dann mussten die Lauterbacher Leseratten nach Marienberg fahren, um sich mit Literatur einzudecken. Doch das ist seit gestern vorbei: Die Ortsteilbibliothek Lauterbach hat wieder geöffnet, und zwar in den Räumen im Gebäude an der Turnhalle, in denen ein Versandhandel einst seine Geschäftsräume hatte. Jetzt stehen dort Bücherregale.

Geöffnet hat die Lauterbacher Bibliothek an jedem ersten Mittwoch im Monat von 13 bis 14 Uhr. "Es können aber Bücher bestellt werden", sagte gestern Mandy Uhlig, die Leiterin der Stadt- und Kreisergänzungsbibliothek Marienberg. Die Stadt hat zur Zeit sieben Ortsteilbibliotheken. Neben Lauterbach sind das Niederlauterstein, Kühnhaide, Zöblitz, Pobershau, Rübenau und Satzung.

Die Lauterbacher Einrichtung war gestern gleich gut besucht. 13 Kinder des Hortes "Launies" lauschten nicht nur der Bibliothekschefin beim Vorlesen aus einem Pferdebuch, sie meldeten sich auch gleich als Leser an. Auch Ursula und Maria Grämer zählen seit gestern zum Kreis der Leserschaft. "Es wurde höchste Zeit, dass Lauterbach wieder eine Bibliothek hat", waren sich Mutter und Tochter einig.

Die Wiedereröffnung der Ortsbibliothek steht in unmittelbarer Verbindung mit einem Millionenprojekt, das die Stadt in dem Ortsteil verwirklicht hat: der Modernisierung der Lauterbacher Grundschule, in der vorher die Bücherei untergebracht war. Im Sommer 2017 wurde mit den Arbeiten begonnen. Erst reichlich ein Jahr später Ende Juni wurde die sanierte Bildungseinrichtung feierlich eingeweiht. Kosten: rund 1,4 Millionen Euro. In dieser Zeit mussten die Kinder aus Lauta, Lauterbach, Niederlauterstein und Rittersberg übergangsweise in der alten Schule in Gebirge unterrichtet werden, die provisorisch hergerichtet wurde, um den Unterricht abzusichern. Zudem war der Hort während der Bauarbeiten in dem Gebäude an der Turnhalle untergebracht, erläutert Marienbergs Kämmerin Heike Dachselt.

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