Rat votiert gegen Windräder in Nachbarort

Gemeinde liegt mit Entscheidung voll auf Linie von Amtsberg

Gelenau.

Kurzer Prozess zu den auf Amtsberger Flur geplanten vier Windkraftanlagen im Gelenauer Gemeinderat: Statt der laut Tagesordnung vorgesehenen Beratung der Angelegenheit fassten die zwölf anwesenden Räte nach einer nur wenige Minuten andauernden Diskussion den Beschluss, dem Vorhaben ihre Zustimmung zu versagen.

Ohne die genauen Pläne der Freiberger Firma Sabowind GmbH und den konkreten Standort der Anlagen zu kennen, sollte sich die Gemeinde Gelenau zu deren Auswirkungen auf einzelne ihrer Gebiete festlegen, hatte Bürgermeister Knut Schreiter dargelegt: "Von den bis zu 240 Meter hohen Anlagen auf dem Feld wären Verschattung und Lärm bis auf den Kegelsberg und ins Freizeitgelände zu spüren." Schreiter bat die Räte, sich zu dem Vorhaben bis zur nächsten Sitzung eine Meinung zu bilden: "Wenn die Pläne scheitern sollen, hilft nur öffentlicher Protest." Diese Bedenkzeit nahm das Gremium nicht in Anspruch. Nach mehreren ablehnenden Wortmeldungen brachte Matthias Müller (CDU) den Beschlussvorschlag ein, den Bau der Windräder abzulehnen, dem der Rat einstimmig folgte.

Das Windkraft-Projekt war bereits bei den Amtsberger Gemeinderäten auf wenig Gegenliebe gestoßen. Im Januar erklärten sie in einer Stellungnahme, dass sie in Anbetracht des Wohls der Bevölkerung im oberen Ortsteil mit dem Bau nicht einverstanden sind. (mit anr)

Eine Einwohnerversammlung zum geplanten Bau der Windräder in Amtsberg findet am 14. März in der Sport- und Freizeithalle Weißbach statt. Beginn: 19.30 Uhr.

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