Trockenheit: Landkreis verhängt Schöpfverbot

Bislang keine Verstöße in Zschopauer Region bekannt

Zschopau.

Von den derzeit niedrigen Wasserständen in Flüssen, Bächen und Seen ist auch die Region betroffen. Der Erzgebirgskreis hatte daher Anfang der Woche die Wasserentnahme aus Gewässern der betroffenen Gebiete verboten.

Von "sehr niedrigen Wasserständen" spricht etwa Robert Arnold (parteilos), Bürgermeister der Gemeinde Grünhainichen. Eine bedrohliche Lage vor Ort sei jedoch nicht erkennbar. Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes würden zwar bei ihren Rundgängen darauf achten, dass niemand unerlaubt Wasser aus den Bächen und der Flöha entnimmt. "Wir hoffen aber auch auf die Vernunft der Bürger", sagt Arnold. Um Grünhainichen herum liegen große Waldgebiete mit Wander- und Radwegen. Überall zu kontrollieren, sei kaum möglich.


Auf die Vernunft der Bürger hofft auch Drebachs Bürgermeister Jens Haustein (Mandat CDU). Extra-Kontrollen nehme die an der Zschopau gelegene Gemeinde nicht vor. Der dortige Dorfbach wird vor allem aus dem "Oberen Quellgebiet" im Heidelbachtal gespeist. Um den Bach gerade in Trockenzeiten vor der Austrocknung zu bewahren, hatte Drebach dort vor knapp zwei Jahren eine Anlage von der Erzgebirge Trinkwasser GmbH übernommen und sich die Quelle gesichert. Trinkwasser werde dort zwar nicht mehr produziert, über ein gemeindeeigenes Rohrsystem gelangt das Wasser aber vom Quellgebiet in den Dorfbach. "Wir überwachen die Anlage regelmäßig", versichert BürgermeisterHaustein.

Den Ordnungsämtern in Zschopau, Grünhainichen, Drebach und Gelenau sind bislang keine Fälle unerlaubter Wasserentnahme bekannt. Auch die Untere Wasserbehörde des Landkreises, die selbst Kontrollen vornimmt, meldet keine derartigen Fälle in den genannten Gebieten. In anderen Orten des Erzgebirgskreises habe es jedoch Verstöße gegeben, die derzeitig bearbeitet werden.

Während das Abpumpen von Wasser generell verboten ist, weist der Landkreis darauf hin, dass in der derzeitigen Situation auch das im Regelfall zulässige Schöpfen mittels Handgefäßen nicht erlaubt ist. Schon geringe Wasserentnah- men könnten negative Auswirkungen auf die Gewässerökologie haben, begründet die Behörde das Verbot.

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