Wo Papageien im Vorgarten wachsen

Gartenmeisterschaft: In Lippersdorf schätzt eine Familie nicht nur die farbigen Blüten eines besonderen Gewächses. Ihr hat es die Form der Früchte angetan.

Lippersdorf.

Ein echter Hingucker ist die Papageienpflanze von Silke Pönitz aus Lippersdorf nicht gerade. Erst beim zweiten Blick gibt es den Aha-Effekt. Denn die Früchte der Pflanze ähneln tatsächlich kleinen Papageien. Klarer Fall, eine Papageiblume beziehungsweise Strelitzie macht mehr her mit ihren verrückten Formen und Farben. Dafür offenbart die Papageienpflanze, die auch Gewöhnliches Seidengewächs genannt wird, ihr wahres Geheimnis erst lange nach der Blüte - mit ihren Früchten. Die Lippersdorferin bewirbt sich mit der Pflanze bei der Gartenmeisterschaft der "Freien Presse" und der Raiffeisen Handelsgenossenschaft Erzgebirge (RHG).

Doch auch die Blüten sind ein Hingucker, erstrahlen sie doch in einer Mischung aus Rosa und Lila, erzählt Silke Pönitz, die sich seit vier Jahren mit der Papageienpflanze befasst. In einem Katalog hatte sie sie gesehen, bestellt, eingepflanzt, und dann passierte erst einmal nichts. "Oder nicht viel, die Pflanze ist zwar gewachsen, hat auch geblüht, trug aber nur drei Früchte", erinnert sich die Lippersdorferin. Das sollte sich in diesem Jahr ändern. Schon die Blühperiode versprach viel. Aber erst die Wachstumsphase übertraf alles bisher Dagewesene.

"Meine Töchter haben die Früchte gezählt, es sind mehr als 100", freut sich Silke Pönitz und verweist auf die Pflege, die sie der Pflanze angedeihen lässt. Dazu gehören unbedingt Mist der eigenen Schafe und - erst recht in diesem trockenen Sommer - häufiges und vor allem regelmäßiges Gießen. Den Namen Seidengewächs trägt die Pflanze zu Recht: Wenn die Früchte geöffnet werden, kommen weiße, seidige Fäden zum Vorschein.

Die Blumen sind ihr Metier im Hause Pönitz, Ehemann Rico kümmert sich beispielsweise um Kartoffeln. Und im Gewächshaus wachsen Tomaten, Salatgurken und Paprika einträchtig nebeneinander.

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