Eine deutsche Dummheit

Über den Streit um Nord Stream 2

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1010 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 18
    1
    kartracer
    14.08.2020

    @Freigeist14, @Deluxe, @Hankman, dem ist nichts Wesentliches hinzuzufügen, in der Mehrheit der Kommentare kommt es bei den Daumen Vergaben, zu einer recht einheitlichen Meinung.
    Es ist höchste Zeit das wir uns von Erpressern distanzieren, denn Freunde darf man sich glücklicherweise aussuchen.

  • 20
    1
    Hankman
    14.08.2020

    Ich kann dem Autoren des Kommentars überhaupt nicht zustimmen. Nein, es ist keine Dummheit, Nord Stream 1 und 2 zu bauen und zu betreiben. Es wäre eine Dummheit, wenn Deutschland allein auf Erdgaslieferungen aus Russland setzen würde. Aber das tut es nicht. Unser Erdgas kommt auch aus Norwegen, den Niederlanden, zu einem geringen Teil aus eigenen Quellen - und mit den USA ist vereinbart, dort auch Fracking-Gas einzukaufen. Ich kann also das Barmen über eine angebliche Abhängigkeit von Russland nicht nachvollziehen. Bisher hat Russland dem Westen gegenüber Energie nie als Druckmittel eingesetzt, und trotz seiner mittlerweile aggressiveren Politik gibt es keine Anhaltspunkte, dass dies künftig geschehen könnte. Russland würde Einnahmen verlieren und sich selbst schaden. Zudem können Lieferunterbrechungen immer einige Wochen abgefedert werden, weil es in Deutschland unterirdische Erdgasspeicher gibt - und inzwischen kann man neue Lieferquellen erschließen.

    Nein, die USA meinen es in diesem Fall nicht gut mit Deutschland. Es geht ihnen nicht darum, unsere "Abhängigkeit" von Russland zu verhindern. Es geht darum, dass sie ihr um den Preis übler Umweltzerstörung gefördertes Frackinggas absetzen können, das dann mit großen Tankern nach Europa gebracht wird. Die Mengen, die Deutschland bereits kauft bzw. kaufen will, reichen offenbar nicht. Also greift man zu Drohungen und Sanktionen. Das ist ein mieser Stil. Und es ist ebenso mies, über die wahren Motive für das Vorgehen zu lügen und zu behaupten, man wolle nur unser Bestes. Nein, will man nicht. Nicht unter Trump.

    Und was ist mit den Osteuropäern? Auch dort halte ich die Argumentation, die EU dürfe sich nicht von Russland abhängig machen, in diesem Zusammenhang für vorgeschoben. Fakt ist, mehrere Staaten, durch die Erdgaspipelines von Russland gen Westeuropa verlaufen, verlieren Durchleitungsgebühren, wenn die gelieferten Mengen reduziert werden. Da geht es um Millionen- oder gar Milliardenbeträge. Russland hat erklärt, dass die betreffenden Pipelines weiter zur Durchleitung genutzt werden sollen - die Mengen sinken allerdings. Für Russland und Deutschland ist es allerdings von Vorteil, wenn dank der Ostsee-Pipelines die Durchleitungsgebühren für einen großen Teil der Lieferungen wegfallen. Und der Versorgungssicherheit dient es auch. Hier sei an den russisch-ukrainischen Gasstreit von 2005/06 erinnert, der die Versorgung Westeuropas gefährdet hat. Zur Erinnerung: Gazprom hatte damals versucht, Vergünstigungen für die Ukraine herunterzufahren und halbwegs marktübliche Konditionen für sein Erdgas durchzusetzen. Weil es keine Einigung gab, erfolgte ein zeitweiser Lieferstopp. Aber selbst wenn es keine solchen Streitigkeiten gibt, ist jedes Land, durch das Erdgas durchgeleitet wird, in der Lage, den Hahn zuzudrehen - aus welchen Gründen auch immer. Die Konsequenz aus diesen Überlegungen und aus dem Gasstreit waren Nord Stream 1 und 2. Wenn so ein Projekt die transatlantische Partnerschaft gefährden soll, dann kann es um diese Partnerschaft derzeit nicht besonders gut bestellt sein.

  • 9
    4
    mops0106
    14.08.2020

    In den ÖR werden in den Tagesthemen auch gern Kommentare von Mitarbeitern der Regionalsender gegeben/ "zugelassen". Bloß komisch, dass diese Kommentare immer nur eine politische Richtung bedienen.

  • 15
    4
    Malleo
    14.08.2020

    Wer solche Journalisten hat, braucht keine Feinde.
    Aber es ist ein Kommentar,
    eine persönliche Meinung.
    Unsere Meinungen werden erst geprüft.
    Stimmt es?

  • 21
    4
    Lesemuffel
    14.08.2020

    Wer solche Journalisten in seinem Land hat, ist nicht zu beneiden. Es scheint, er versteht sich als Sprachrohr der US-Sanktionierer bzw. der Frackinggas-Lobbiesten.

  • 26
    3
    NeuErzgebirger
    14.08.2020

    Ich kann nur hoffen, dass dieser unsägliche Beitrag von Hr. Knuf nur seine eigene Meinung darstellt. Ansonsten sollte einem das sehr zu denken geben.....

  • 17
    5
    Lesemuffel
    14.08.2020

    Nordstream II ist "Dummheit Sonderzeichen"? Nur Deutschland ist dumm, wenn es als souveräner (?) Staat seine Energiesicherung selbst betreibt? Und für die Energiewende scheint es für einige Proteges der Pipelineverhinderer nicht nachteilig zu sein, dafür US-Frackinggas einzusetzen, möglichst über polnische, litauische Terminals. Fakt ist, D. braucht nach Abschaltung der BKK und KKW die stabile Grundversorgung über Jahre, ja Jahrzehnte hinaus, entweder russisches oder amerikanisches Englisch Gas. Merkel liebäugeln sicher mit dem Teureren, sie ist ja dann nicht mehr im Amt, "nach mir die S........."

  • 23
    2
    Deluxe
    14.08.2020

    @Freigeist:
    Treffender als Sie konnte man es nicht formulieren. Leider kann man immer nur einen grünen Daumen vergeben, verdient hätten Sie mehrere.

    Ich bin über den Kommentar von Herrn Knuf fassungslos - mir fehlen die Worte angesichts einer solchen Haltung.

    Mir geht es um den Frieden in Europa und insbesondere um den Frieden zwischen dem "Westen" und Rußland. Nicht, aber wirklich nichts ist besser geeignet den Frieden zu sichern, als Handel und Wandel auf Augenhöhe, gemeinsame Projekte und eben auch eine gemeinsame Energiepolitik.

    Das vermeintliche Bündnis mit den USA ist nur noch ein Eragment seiner selbst. Entstanden aus der Nachkriegssituation ab 1945 und angesichts des heraufziehenden Kalten Krieges, sollte man dieses Bündnis gründlich überdenken. Mir wäre bei einem wirtschaftlichen und militärischen Bündnis zwischen der EU und der Russischen Föderation zunehmend wohler, als weiterhin die Rolle des Vasallen der Vereinigten Staaten zu spielen.

    Es wird an der russischen Grenze unter dem Deckmantel des "Schutzes" der baltischen Staaten und Polens Krieg gespielt und mit dem Feuer an der Lunte gezündelt. In unser aller Namen - ob wir das wollen, spielt keine Rolle. Und nein, ich will das eben nicht! Und deshalb möchte ich sowohl das Bündnis mit den USA als auch die NATO insgesamt ganz gründlich überdenken und überlegen, ob es im 21. Jahrhhundert nicht andere Bündnisse geben müßte, die unseren Interessen sehr viel näher kommen. Die Zeit der USA as Hegemon der ganzen Welt sind vorbei - und die Amerikaner wissen das auch, sonst würden sie sich nicht derart gebärden. Es ist vorbei. So wie das Römische Reich vorbeiging, geht auch der Hegemonialanspruch der USA vorbei. In dieser Phase befinden wir uns gerade und deshalb reagieren die USA zunehmend aggressiver auf Dinge wie North Stream II.

    Abgesehen von populistischen Führungskräften in der US-Politik, denen Weitblick und Zukunftsfähigkeit völlig fehlen...

  • 18
    2
    Nixnuzz
    14.08.2020

    @Freigeist14: 1 grüner. Anfürsich erstaunlich das bei der derzeitigen Kommentar-Auslese Ihre Anmerkung frei gesetzt wurde.

  • 37
    3
    Freigeist14
    14.08.2020

    Die Hoffnung war da ,daß die FP das Ohr am Leser hat und eine andere Sichtweise zu Nordstream 2 vertritt oder einfach neutral bleibt . Mit dem heutigen unsäglichen Kommentar der transatlantischen Fraktion in den Pressebüros ist die Hoffnung nun dahin . Gar von einer "Dummheit " zu schreiben ist an Unverfrorenheit kaum zu überbieten und ein Kniefall vor den Drohungen des vermeintlichen Verbündeten . Mit dieser Meinung steht Herr Knuf hier im Lande auf verlorenem Posten .