566-facher Protest gegen Belastung durch Verkehr

Bürgerinitiative aus Reinsberg übergibt Petition an Regierungschef

Reinsberg/Frauenstein.

Eine Abordnung aus Reinsberg und Dittmannsdorf hat das öffentliche "Sachsengespräch" mit Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am Mittwochabend in Frauenstein dazu genutzt, eine Petition an den sächsischen Regierungschef zu übergeben. Der Protestbrief, der von 566 Bürgern unterzeichnet und durch Volker Hönig und Siegfried Krumbiegel überreicht worden ist, richtet sich gegen die Nutzung der Staatsstraße S 195 als Umgehungsstrecke bei Stau auf der Autobahn 4 zwischen Siebenlehn und Wilsdruff. Gefordert wird, den von der Autobahn kommenden Durchgangsverkehr durch die beiden Reinsberger Ortsteile nachhaltig zu reduzieren und die Fahrbahnschäden zu beseitigen, die insbesondere durch den Lkw-Verkehr entstanden seien. "Die 'Lösung' darf nicht im Aufstellen von Schildern 'Straßenschäden' bestehen", heißt es in dem Schreiben wörtlich.

Der Reinsberger Bürgermeister Bernd Hubricht (CDU) legte auf dem Forum mit Kretschmer noch ein Schreiben des Gemeinderates dazu. "Wir bitten den Ministerpräsidenten, sein Fachministerium anzuweisen, für den Autobahnabschnitt zwischen Berbersdorf und Wilsdruff eine offizielle Bedarfsumleitung auszuweisen", erläuterte der Rathauschef den Inhalt. Eine solche Strecke, die mit blauen Hinweistafeln markiert und auch in der Software für Navigationsgeräte hinterlegt werde, fehle bislang. "Dadurch rollen dann selbst 40-Tonner über eine Straße mit altersschwachen Brücken, engen Kurven und weniger als vier Metern Breite auf drei Kilometern Länge", unterstreicht Hubricht das Anliegen der Petition. Am Mittwoch seien über mehrere Stunden hinweg wieder bis zu 14 Fahrzeuge pro Minute auf der S 195 gezählt worden.

Isabel Siebert vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr hatte kürzlich bestätigt, dass keine offizielle Umleitung ausgewiesen sei. Grundsätzlich könne eine solche nur dort eingerichtet werden, so die Pressesprecherin weiter, "wo das nachgeordnete Netz solche Umleitungsführungen zulässt." Dabei spiele der Zustand der Straßen und Brücken ebenso eine Rolle wie die Leistungsfähigkeit von Kreuzungen.

Mehr über den Besuch des Ministerpräsidenten im Erzgebirge können Sie hier lesen.

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