Aufträge für Badsanierung vergeben

Der Gemeinderat von Reinsberg hat Arbeiten für rund 450.000 Euro ausgelöst. Die Zuschlagssumme ist niedriger als erwartet.

Reinsberg.

Wenn es keine bösen Überraschungen gibt, dann wird die Sanierung des Badeparks in Reinsberg deutlich billiger als zunächst angenommen. Der Gemeinderat von Reinsberg hat in seiner jüngsten Sitzung die Bauleistung für acht Lose vergeben - und dabei gut 90.000 Euro netto gegenüber der Kostenberechnung des Planers "gespart".

Bürgermeister Bernd Hubricht (CDU) wies aber darauf hin, dass es durchaus noch zu zusätzlichen Ausgaben kommen könne: "Wir gehen derzeit davon aus, dass die Filter bleiben können." Ob diese Annahme zutrifft, werde sich aber erst während der Arbeiten zeigen.

Das Ingenieurbüro Axel Schüler aus Köthen hatte für die Sanierung des Badeparks in Reinsberg die Unterlagen für einen Fördermittelantrag im Programm "Vitale Dorfkerne und Ortszentren im ländlichen Raum" erstellt. Laut Bürgermeister Hubricht war der Antrag Anfang Februar dieses Jahres bewilligt worden. Dem Bescheid zufolge würden die veranschlagten Gesamtkosten von annähernd 640.000 Euro mit 479.000 Euro bezuschusst, so der Rathauschef. In den Gesamtkosten seien auch 99.900 Euro netto für Ingenieurleistungen enthalten.

Geplant sei, so Hubricht weiter, die Sanierung nach der Saison Anfang September zu beginnen: "Wir rechnen mit neun Monaten Bauzeit." Das Gemeindeoberhaupt wies zudem darauf hin, dass mit der Zuwendung eine zwölfjährige Zweckbindungsfrist verbunden sei: "Wir müssen das Freibad also mindestens bis 2033 betreiben."

Der Gemeinderat beschloss einstimmig, der Firma Lange Hoch- und Tiefbau aus Niederschöna die Hochbauarbeiten (Nettokosten laut Berechnung 111.435 Euro/laut Angebot reichlich 69.000 Euro), die Tiefbauarbeiten (62.792 Euro/knapp 49.000 Euro), die Fliesenlegearbeiten (20.596 Euro/knapp 14.900 Euro) und den Trockenbau (23.333 Euro/rund 17.100 Euro) zu übertragen. Den Zuschlag für die Sanitärarbeiten erteilten die Räte der Firma Käuffer & Co. TGA aus Halsbrücke, die mit rund 24.500 Euro ebenfalls deutlich unter den erwarteten Kosten von fast 39.000 Euro geblieben war. Das Gleiche gilt für die Dachdeckerarbeiten, die Konrad Karwinski von Karwin übertragen wurden: Das Angebot des Lößnitzers beläuft sich auf rund 20.600 Euro, die Planer hatten mit reichlich 34.000 Euro gerechnet. Auch die Malerarbeiten werden von Mario Sittner aus dem Reinsberger Ortsteil Neukirchen rund 500 Euro günstiger übernommen - hier war mit knapp 3200 kalkuliert worden. Einzig bei der Schwimmbadtechnik wurden die geplanten Kosten um rund 4000 Euro überschritten - der reichlich 250.000-Euro-Auftrag ging an die Aquaprojekt Plauen GmbH.

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