Bahndamm: Wiese brennt auf 200 Quadratmetern nieder

Feuerwehren aus Hilbersdorf und Niederbobritzsch mussten am Sonntagabend am Bahnhof Mulden- hütten löschen. Später kam noch Hilfe aus Freiberg dazu.

Muldenhütten/Hilbersdorf.

Schon in der guten alten Zeit, als auf der Bahnstrecke zwischen Dresden und Chemnitz noch Dampflokomotiven brausten, fing der Bahndamm in Muldenhütten regelmäßig Feuer. Manchmal genügte ein Funke aus dem Rauchfang. Auch heute, sagt der Bobritzsch-Hilbersdorfer Gemeindewehrleiter Monty Erler, muss die Feuerwehr dort regelmäßig anrücken. An dem Hang liegt viel Unrat, nicht selten aus dem Zug geworfen. Wenn da mal eine Scherbe dazwischen ist, kann schon ein Brand entstehen.

Auch am Sonntagabend standen 200 bis 300 Quadratmeter Wiese an der sogenannten Rauchblöße südlich der Gleise in Flammen. Die Feuerwehren Hilbersdorf und Niederbobritzsch rückten mit jeweils zwei Fahrzeugen an. Erler geht nicht davon aus, dass dort vorsätzlich jemand gezündelt hat. Knifflig erwies sich die Situation dennoch, zum einen wegen der Trockenheit, zum anderen wegen der Oberleitungen und des Bahnverkehrs. Außerdem ist die Löschwasserversorgung dort oben schwierig - was nichts mit der aktuellen Trockenheit zu tun hat, wie Gemeindewehrleiter Monty Erler erläutert, und sonst auch nicht für den Ort gelte. Durch eine leistungsstarke Brauchwasserleitung sei Hilbersdorf gut versorgt.

Zum fraglichen Bahndamm an der Rauchblöße ließe sich beispielsweise eine Versorgung über die Bahnbrücke hinweg zu einem Hydranten aufbauen, erläutert Erler. Vor Ort fiel aber diesmal die Entscheidung für einen Tankerpendelverkehr, die Retter holten das nötige Löschwasser per Tankfahrzeug heran. Außerdem wurde noch ein Großtanklöschfahrzeug zur Unterstützung aus Freiberg angefordert. Gegen 20 Uhr waren die Wehren alarmiert worden, bis 23 Uhr dauerten die Löscharbeiten schließlich. In der Zeit waren die Züge auf Anordnung der Feuerwehr mit verminderter Geschwindigkeit unterwegs. (mit smc)

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