Bluttat am Rande des Freiberger Christmarktes

Ein 18-Jähriger hat am Montagabend auf einem Boulevard in der Altstadt einen Jugendlichen niedergestochen.

Freiberg.

Auf der Petersstraße in Freiberg hat am Montag gegen 17.30 Uhr in Höhe des Fortunabrunnens ein 18-Jähriger einen 16-Jährigen mit einem Messer niedergestochen. Der 16-Jährige kam schwer verletzt in ein Krankenhaus.

Die alarmierten Einsatzkräfte hatten die Fußgängerzone nahe der Rinnengasse zeitweilig komplett gesperrt. Passanten wurden in die parallel verlaufende Fischerstraße verwiesen, damit die Kriminalisten Spuren sichern konnten, die der leichte Regen an dem Abend noch nicht verwischt hatte. Gegen 18 Uhr wurde die Sperrung aufgehoben.

Dem Vernehmen nach haben Zeugen von einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen zwei Jugendlichen berichtet. Der Streit eskalierte von einem auf den anderen Moment. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, zog der 18-Jährige ein Messer und stach damit auf den 16-Jährigen ein. Er ließ das Messer fallen und rannte weg.

Seitens der Polizei hieß es bereits kurz nach der Bluttat, es gebe Hinweise auf den Täter, denen nachgegangen werde. Gegen 20 Uhr bestätigte das Lagezentrum der Polizeidirektion Chemnitz: Der mutmaßliche Täter ist in einer Unterkunft in der Chemnitzer Straße gefasst worden. Der 18-Jährige ist in Gewahrsam. Sowohl der Täter als auch das Opfer sind irakische Staatsbürger.

Der Tatort liegt circa 150 Meter vom Obermarkt entfernt, auf dem der 30. Christmarkt stattfindet. Der zentrale Platz in der Altstadt war zu dieser Zeit voller Menschen. Das Markttreiben wurde von der Straftat und den Ermittlungen nicht beeinträchtigt. Viele der Marktbesucher haben von dem Vorfall offenkundig nichts mitbekommen. (mit bk/el)

4Kommentare
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  • 2
    2
    994374
    04.12.2019

    Das ist immer so peinlich zu lesen, dass ein x-jähriger einen y-jährigen attackiert hat.

    Da könnte man ebenso gut schreiben, dass einer eine rote Jacke und der andere eine blaue Jacke angehabt habe.
    Wen das Wesentliche interessiert, der muss bis zum vorletzten Absatz „durchhalten“.

    Aber wenn irgendein Promi „seine Schwiegermutter vergewaltigt“ hat (oder so), dann steht das gleich in der Überschrift!

  • 11
    2
    mops0106
    03.12.2019

    @701726:
    Ich frage mich das auch täglich. Diese täglichen Gewalttaten machen einen wütend. Was sind das nur für Menschen, die für diese berechtigte Frage rote Daumen vergeben?

  • 13
    7
    Tauchsieder
    03.12.2019

    Nicht jedem ist Weihnachten heilig.
    In diesem Sinn, eine frohe und friedliche Weihnacht allen.

  • 12
    6
    701726
    03.12.2019

    Wie soll das nur weitergehen ?



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