Dachsbaude frisch saniert und startklar

Nach rund zweimonatiger Schließzeit empfängt das Hotel am Fuße des Schwartenberges ab sofort wieder Gäste. Und diese dürfen sich auf manch neue Annehmlichkeit freuen.

Neuhausen.

Große Freude bei Dana Hunger, der Juniorchefin des Hotels "Dachsbaude/Kammbaude" in Neuhausen: Am heutigen Freitag können in das Hotel am Fuße des Schwartenberges endlich wieder Gäste einziehen. Die Mitglieder des familiengeführten Hauses haben die wochenlange Zwangspause jedoch nicht untätig verbracht, sondern weiter im und am Haus gewerkelt.

Bereits seit Juli vergangenen Jahres gehen die Handwerker hier ein und aus. Ehemann Johannes Hunger, von Beruf Bauingenieur, hat bis zum Wintereinzug mit Helfern einen Rohbau neben dem Hauptgebäude hochgezogen. Dieser soll als neuer Gastraum genutzt werden. "Wir wollen unseren Gästen damit weiteren Komfort bieten und unser Hotel ein Stück weit aufwerten", so die Juniorchefin.

Der zusätzliche Gastraum, der vor allem als Frühstücksraum mit Buffet gedacht ist, bietet 30 Personen Platz. Vor allem, wenn das Haus mit seinen 60 Betten voll belegt ist, werde die neuen Räumlichkeit gebraucht.

"Ab 15. März wollten wir wegen der Bauarbeiten unser Hotel für zwei Wochen schließen und Ende März wieder eröffnen", erzählt Dana Hunger mit Blick auf die Zeit vor Corona. Die Pandemie brachte den Zeitplan dann durcheinander. "Wir haben die zwangsweise Schließzeit jedoch genutzt, um am Altbau die Fassade zu dämmen und ein neues Schieferdach aufzubringen", sagt Dana Hunger. Die Arbeiten seien noch nicht abgeschlossen, würden aber den Hotel- und Gaststättenbetrieb nicht beeinträchtigen, betont die 43-Jährige, die während der Bauarbeiten immer präsent ist. Kein Wunder, ist sie als Bauingenieurin doch vom Fach. Die sieben beauftragten Baufirmen kommen laut Dana Hunger alle aus der Region.

Auch an den Außenanlagen der Dachsbaude soll etwas getan werden. "Schließlich sind sie ein Aushängeschild", sagt die Juniorchefin. Vor dem Hotel wird ein Spielplatz entstehen. Während die Kleinen draußen tollen, könnten die Eltern in der Gaststätte ein Glas Wein genießen und hätten durch die großen Fenster ihre Sprösslinge stets im Blick.

Insgesamt haben die Hotelbesitzer rund 200.000 Euro in die Baumaßnahmen investiert. Dafür seien neben einem Kredit auch Fördermittel von der Sächsischen Aufbaubank geflossen. "Ohne diese hätten wir das umfangreiche Bauprojekt nicht stemmen können", betont Dana Hunger.


Einst Ausspanne für Pferde

1537 an der alten Salzstraße gelegen, wurde die Baude am Fuße des Schwartenbergs zum Ausspannen der Pferde erbaut. Zu Zeiten des Zweiten Weltkrieges diente das Gebäude als sogenanntes Kinderlandverschickungsheim.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Dachsbaude ein Erholungsheim des VEB Spinn-und Zwirnmaschinenbau Karl-Marx-Stadt. Die angrenzende Kammbaude nutzte VEB Pentacon Dresden als Erholungsstätte.

Nach der Wende kaufte eine Firma aus Potsdam das Gebäude und sanierte es 1994. 1999 erwarb der Kellner Sigmund Hunger aus Olbernhau das Objekt. Später qualifizierte er sich zum Serviermeister. (gel)

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