Davon träumt Freiberg

Wasser für den Wasserberg, ein Bolzplatz für Kinder, ein Kindergarten im Wald und Bäume für das Waldbad: Für ihren Bürgerhaushalt reichten die Freiberger schon mehr als 20 Ideen ein. Manche haben durchaus Chancen.

Freiberg.

Mehr als 100 Freiberger haben sich in den ersten Tagen an der Abstimmung zum Freiberger Bürgerhaushalt beteiligt. Das hat die Stadtverwaltung auf Anfrage mitgeteilt. Und auch die Möglichkeit, eigene Vorschläge zu unterbreiten, wird rege genutzt. Bislang hat die Stadtverwaltung mehr als 20 Ideen der Freiberger - versehen mit einer Einschätzung der Verwaltung - ins Netz gestellt. Die "Freie Presse" zeigt nebenstehend eine Auswahl der bisherigen Vorschläge.

"Ich hoffe, dass in den nächsten Tagen noch sehr viel mehr Freiberger dieses Angebot nutzen und sich einbringen", kommentiert OB Sven Krüger (SPD). Der Bürgerhaushalt werde Grundlage zur Entscheidung der Stadträte sein. Krüger: "Darum nochmals mein Appell an alle Freiberger: Stimmen Sie ab und bestimmen Sie mit, wo in den kommenden Jahren investiert werden soll!"

Beim Bürgerhaushalt stellt das Rathaus geplante Investitionen vor. Im Netz, aber auch mithilfe eines Formulars im Amtsblatt können die Freiberger für jeden einzelnen Punkt Zustimmung oder Ablehnung signalisieren. Die Stimmen werden gezählt, das Ergebnis den Stadträten bei der Entscheidung mit vorgelegt. Das letzte Wort haben gleichwohl die Räte. Doch beim letzten Bürgerhaushalt 2016 haben sie auch Projekte beschlossen, die auf Ideen der Bürger zurückgehen.

Die Bürgerbeteiligung ist "eine feine Sache", urteilt denn auch Alexander Löwe aus Kleinwaltersdorf. Der örtliche Feuerwehr-Chef hat - als Privatmann, wie er betont - selbst zwei Vorschläge unterbreitet: einen Spiel- und Bolzplatz für Kleinwaltersdorf sowie einen Parkplatz vor der Kita des Ortsteils. Auch wenn er das Prozedere des Bürgerhaushalts nicht optimal findet. So könnten beispielsweise mit Hochwasserschutz auch Aufgaben bewertet werden, zu der die Stadt verpflichtet ist, um die sie also nicht herumkommt. Der OB hatte das bei der Eröffnungsveranstaltung damit begründet, dass die Bürger so Kosten und Umfang direkt erfahren könnten. Noch besser wäre es, entgegnet Löwe, die Bürger beim Mittelfristigen Investitionsprogramm der Stadt um ihre Meinung zu fragen.

Internet Unter https://buergerhaushalt-freiberg.de können Freiberger sowie in der Stadt Steuerpflichtige ihre Zustimmung bzw. Abstimmung zu geplanten Investitionsvorhaben der Stadt hinterlassen. Auch eigene Ideen werden entgegen genommen und zur Abstimmung ins Netz gestellt. Darüber hinaus ist der Stimmzettel mit den 35 Vorhaben der Verwaltung im Amtsblatt Nr. 7 / 2018 vom 13. Juli abgedruckt.

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