Debatte um Buntes Haus nimmt weiter Fahrt auf

Stadträtin Hinkel fordert Trägerwechsel - Politikerin Bellmann ist dagegen

Freiberg.

Die Diskussion um das "Bunten Haus" in Freiberg spitzt sich zu. Nachdem bereits die langjährige frühere Leiterin des Mehrgenerationenhauses, Birgitt Pasternak, einen Trägerwechsel gefordert hatte, spricht sich jetzt auch Stadträtin Heidi Hinkel (Freie Wähler, Foto) dafür aus. Das Vertrauensverhältnis zwischen dem Christlichen Jugenddorfwerk (CJD) Sachsen als Träger und den ehrenamtlichen Helfern, Kursleitern sowie Besuchern sei gestört, sagt sie.

Die Leiterin des Hauses, Sylvia Richter, und Kindertreff-Chef Thomas Starke sind im April vom CJD versetzt worden. Beide wurden durch neue Mitarbeiter ersetzt. "Inzwischen sind kaum noch Besucher da", so Hinkel. Der Kindertreff zähle nur vier bis fünf Besucher an Tag. Und es sei nicht mehr erwünscht, dass mit den Kindern gekocht oder ihnen bei den Hausaufgaben geholfen wird. Die neue Leiterin des Hauses sei nur zwei Tage in der Woche da. An den anderen Tagen gebe es keinen Ansprechpartner.


Dem CJD Sachsen liegen die Aussagen von Heidi Hinkel seit vorigem Donnerstag vor. Bis zum gestrigen Dienstag traf keine Stellungnahme ein. Auch die Stadt Freiberg äußerte sich auf Anfrage nicht zur Forderung nach einem Trägerwechsel.

CDU-Bundestagsabgeordnete Veronika Bellmann (Foto), Patin des "Bunten Hauses", sieht in Trägerwechsel, Gründung eines eigenen Vereins oder Übernahme in kommunale Verantwortung "nur die letztmögliche Alternative". Auch ohne Sylvia Richter und Thomas Starke müsse das Haus weiterleben. Denn der Bedarf für einen generationenübergreifenden Treffpunkt und unterstützende Sozial- und Freizeitarbeit sei nach wie vor da. Bellmann setzt Hoffnung in das Gespräch zwischen CJD-Leitung und ehrenamtlichen Helfern sowie Kursleitern in dieser Woche. "Vielleicht ist nach einem reinigenden Gewitter die Luft wieder klar und in dem Rahmen ein konzeptioneller Neuanfang möglich", so Bellmann.

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