Ein Jahrhundert Autohaus Franke

Firmengründer Herbert Franke startete 1919 in Brand-Erbisdorf mit einer Werkstatt. Heute betreibt die Familie drei Filialen in Freiberg.

Freiberg.

Geschäftsführer Lars Franke blickte zunächst etwas düster drein. Das lag gewiss nicht an dem Anlass, zu dem das Familienunternehmen am Samstag viele Gäste in die großen Präsentationsräume an der Brander Straße eingeladen hatte. Der 100. Geburtstag von Automobile Franke stellte keinen Grund zum Trübsal blasen dar. Doch das Wetter spielte zunächst nicht mit. "Das war so gar nicht angesagt", meinte Lars Franke mit Blick auf den Regenhimmel.

Der guten Laune tat dies auf Dauer aber keinen Abbruch. Zwar musste der geplante Einmarsch des Bergmusikkorps Saxonia erst einmal verschoben werden, doch die Musiker sorgten auch so für die nötige festliche Umrahmung. Nicht nur ihr Auftritt demonstrierte die nun ein Jahrhundert währende Verbundenheit der Firma mit Freiberg und der Region. Auch die Silberstadtkönigin Julia I. entrichtete ihren Glückwunsch.

Geschichte war überall zu erleben, nicht nur auf den liebevoll gestalteten Schautafeln, die die Firmenhistorie von ihren Anfängen bis in die Gegenwart illustrieren. Sie erzählten von Herbert Franke, der am 15. Oktober 1919 den Eintrag ins Gewerberegister vollziehen ließ und damit den Grundstein für alles Folgende legte. Und zwar zunächst in Brand-Erbisdorf. Von dort aus näherte sich der Betrieb mit der Werkstatt für Kraftfahrzeuge und Fahrräder langsam Freiberg an, bezog ein Domizil am heutigen "Letzten Dreier", bevor man in den 1930er-Jahren in der Schönlebestraße Quartier nahm und dort lange blieb. Heute gibt es neben der Brander Straße Filialen an Dresdner und Leipziger Straße. An welchen Exemplaren der Automobilkunst die Mitarbeiter seinerzeit schraubten, davon zeugten einige Karossen, die zur Feier des Tages ihr Chrom blinken ließen.

Der Blick bleibt bei Lars Franke und seinem Vater Hans-Christian auf die Zukunft gerichtet. "Die Elektromobilität wird kommen", sagt Lars Franke und weiß um die Schwierigkeiten, die das mit sich bringt, unter anderem bei der Akzeptanz durch die künftigen Nutzer. Deshalb war eine Attraktion unter vielen beim Geburtstagsfest, dass Gäste einmal in einem Elektrogolf eine Probefahrt unternehmen konnte. Hinzu kamen zwei Aufführungen eines Puppentheaters, Musik von Zwini & Lysann, eine Roland-Kaiser-Double-Show, Leckereien und Spaß für alle Generationen.

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