Erste Erfolge für Reinsberger Petition

Die Proteste gegen den Ausweichverkehr von der A 4 durch Reinsberg und Dittmannsdorf haben zu ersten Veränderungen geführt. Aber: Nicht jeder ist damit glücklich.

Reinsberg.

Auf der Staatsstraße S195 durch Reinsberg und Dittmannsdorf sind die ersten drei Gefahrenstellen entschärft worden. An drei neuralgischen Punkten sei ein Tempolimit von 30 Kilometern pro Stunde ausgeschildert worden, stellt Volker Hönig in einer Zwischenbilanz fest. Er gehört zu den Initiatoren einer Petition gegen den Ausweichverkehr durch die beiden Dörfer, wenn es auf der Autobahn 4 zwischen Siebenlehn und Wilsdruff klemmt. Im August vorigen Jahres hatte er das Protestschreiben, dem sich 566 Bürger mit ihrer Unterschrift angeschlossen hatten, an Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) übergeben.

Inzwischen hat es dazu ein Treffen im Dresdner Verkehrsministerium und einen Vor-Ort-Termin gegeben. Die ersten Festlegungen aus dieser Verkehrsschau seien inzwischen umgesetzt, vermerkt Hönig. So stehen jetzt Tempo-30-Schilder vor der Einmündung der Straße Am Heidegarten in die Talstraße in Richtung Mohorn und der Einmündung der Feldstraße in die Talstraße in Richtung Siebenlehn sowie - zeitlich beschränkt - am Kindergarten in Dittmannsdorf.


Zudem sei in Mohorn auf dem Wegweiser am Abzweig der S 195 von der B 173 das Wort "Nossen" überklebt worden, um nicht noch mehr Verkehr auf die Straße zu locken. An den Wegweisern aus der anderen Richtung sei das noch nicht erfolgt, so der Sprecher: "Am Zollhaus gibt es nur die baustellenbedingte 'Durchstreichung' mittels montiertem roten Kreuz."

In der Verkehrsschau sei auch angesprochen worden, kommt Hönig auf noch offene Punkte zu sprechen, die Bushaltestelle gegenüber der Post eventuell zu verlegen. Bislang seien hier nur die Warnzeichen "Kinder" und "Schulbus" mit zeitlicher Begrenzung aufgestellt worden. Auch hatten die Sprecher der Petition angeregt, ordentliche Ausweichstellen zwischen Dittmannsdorf und Mohorn anzulegen und für den Schulweg Schilder aufzustellen, die auch für fremdsprachige Fahrer verständlich sind. Letzteres sei aber abgelehnt und nicht ins Protokoll aufgenommen worden.

Die Meinungen der Dittmannsdorfer zu den Geschwindigkeitsbeschränkungen im Ort seien durchaus "geteilt", hat Volker Hönig beobachtet: "Man müsste dann ja selbst am Kindergarten 30 fahren ..." Wichtig sei, betont er, dass die Geschwindigkeitsbeschränkungen auch kontrolliert werden: "Und zwar gerade bei einer Umfahrungssituation von der Autobahn 4." Klar sei, dass diese Tempolimits ohnehin nur der Versuch seien, die Gefährdungen durch den Umgehungsverkehr wenigstens etwas abzumildern: "Das eigentliche Problem lösen sie nicht."

Infolge von Straßenbauarbeiten in Dittmannsdorf gebe es derzeit noch eine "Verkehrsberuhigung". Danach dürften die Anwohner aber wieder die Unfall- und Stauhäufigkeit auf der A4 zwischen Siebenlehn und dem Dreieck Nossen spüren, prophezeit der Sprecher. Hier sollte wie zwischen Nossen und Wilsdruff ein Tempolimit verhängt werden, fordert der Sprecher. Er verstehe das Argument von Ministerium und Landesamt für Straßenbau und Verkehr nicht, dass es auf diesem Abschnitt zu wenige Unfälle gebe.

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