Gründerpreis geht an japanisches Restaurant

Die Jury des Wettbewerbs "Lebendige Innenstadt" hat Andy Puschmann zum Sieger gekürt. Er möchte noch dieses Jahr starten.

Freiberg.

Der Begriff "Washoku" habe viele gute Bedeutungen, strahlte Andy Puschmann am Donnerstagnachmittag über das ganze Gesicht. Er stehe beispielsweise für japanisches Essen, für die Liebe zu Lebensmitteln und eine damit verbundene Lebensweise. Und er ist der Name eines japanischen Restaurants, das der 43-Jährige noch in diesem Jahr in der Korngasse 6 in Freiberg eröffnen möchte. Für die Idee hat ihm die Jury am Donnerstag den Gründerpreis 2019 im Wettbewerb "Lebendige Innenstadt" zuerkannt.

Er habe zwei Jahre an dem Konzept gefeilt, sagte der Preisträger, der im Halsbrücker Ortsteil Hetzdorf groß geworden ist. Er sei "bissel in der Welt herumgekommen" und erfülle sich jetzt einen Traum in der Heimat. Erfahrungen habe er unter anderem in der Eventgastronomie und als Geschäftsführer einer Firma "piccobello-sauber" gesammelt.

Die Umbauarbeiten in den Räumen des künftigen Restaurants, die zuvor den Bioladen von "Grünkram-Ede" beherbergt haben, laufen. Zu seinem Team gehörten mit ihm sechs Festangestellte und einige Helfer, so Puschmann: "Wir wollen aber noch aufstocken."

Der Gründerpreis, der in diesem Jahr zum vierten Mal verliehen wurde, ist mit einem Jahr Mietzuschuss von maximal 500 Euro pro Monat dotiert. Zudem gebe die Jury Tipps und Unterstützung bei der Verwirklichung der Geschäftsidee, erläuterte City-Managerin Nicole Schimpke. Die Juroren, zu denen Vertreter von Industrie- und Handelskammer, Freiberger Gewerbeverein, Gründernetzwerk Saxeed, Sparkasse Mittelsachsen, Agentur 599media, Wirtschaftsjunioren Freiberg, Stadtverwaltung sowie CDU-Stadtrat und Hotelier Ralf Kreller gehören, schätzten darüber hinaus alle Bewerber professionell ein.

In diesem Jahr hatten sich laut Schimpke fünf Kandidaten gemeldet. Außer dem Sieger hätten mindestens zwei Bewerber die feste Absicht, ihre Pläne auch ohne Preis umzusetzen. So könnten demnächst an der Ecke Fischer-/Erbische Straße unverpackte, regionale Lebensmittel gehandelt werden. In dem Geschäft, das vielen noch als "Photo-Porst" in Erinnerung sei, sollen auch private Hobbyimker und Schmuckhersteller ihre Produkte verkaufen können. Auf "Grün" stünden die Signale auch für eine "Silberstadt-Bahn", die nächstes Jahr durch die Altstadt rollen soll. Die beiden anderen Ideen seien eine Agentur für Hochzeitsfeiern und ein Modegeschäft gewesen, so Schimpke.

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