Landkreis probt den Ernstfall

Umgang mit Afrikanischer Schweinepest wird geübt

Freiberg.

Der Landkreis Mittelsachsen beteiligt sich an einer viertägigen sachsenweiten Übung zum Umgang mit dem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Am Montag kam der Tierseuchenkrisenstab zusammen. Bei einer Infektion verenden die Tiere nach zwei bis zehn Tagen. Symptome sind Fieber, Blutungen und Appetitverlust. "Für den Menschen ist ASP ungefährlich", sagt Amtstierarzt Dr. Markus Richter vom Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt.

Das angenommene Szenario der Übung: Bei acht toten Wildschweinen in Sachsen wurde diese Krankheit nachgewiesen. Sofort werden Sicherheitszonen gebildet. Rund um den Fundort wird mit einem Radius von zehn Kilometern das gefährdete Gebiet mit Warnschildern versehen. Dort gelten strenge Vorgaben für Schweinehalter und Jäger. Schweine dürfen zum Beispiel nicht mehr in diese Zone verbracht werden. Ferner gibt es Pufferzonen. Laut Amtstierarzt Richter muss zudem eine umfassende Information der Tierhalter organisiert werden. Bei der Übung baute die Behörde einen Kadaver-Sammelpunkt für tote Wildschweine auf. In Mittelsachsen gibt es 130.000 Hausschweine. (hh)

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