Langhennersdorfer machen sich ran

Um die Innensanierung der Kirche voranzubringen, ist ein Team um Pfarrerin Maria-Theresia Kaiser gegen einen anderen Ort in den Ring gestiegen.

Langhennersdorf.

Wie berichtet man über einen Wettbewerb, obwohl man das Ergebnis nicht bekannt geben darf? Frank Ebert, Regisseur beim Mitteldeutschen Rundfunk, bat eindringlich darum, nicht zu verkünden, wer am Sonntag auf der Pfarrwiese in Langhennersdorf das Halbfinale beim Denkmal-Spiel der Fernsehsendung "Mach dich ran" zwischen den Ortschaften Canitz bei Riesa und Langhennersdorf gewonnen hat. Immerhin will man die Spannung bis zum 23. September um 19.50 Uhr hochhalten. Dann wird die Sendung ausgestrahlt.

Bereits am Samstag fand der erste Teil der Wettbewerbe in Canitz statt. Das Langhennersdorfer Team, bestehend aus Pfarrerin Maria-Theresia Kaiser, Linda Küttner, Conny Eckert und Uwe Liebscher, stellte sich dort der gegnerischen Mannschaft in einer Geschicklichkeits- und einer Wissensrunde. "Zunächst mussten wir eine Liegeschaukel so schnell wie möglich zusammenbauen", erzählt Linda Küttner. Diese durfte das Team am Ende sogar behalten. Beim Wissensquiz gab es Fragen rund um den Eurovision Song Contest, gestellt von Experte Peter Urban. "Die Frage, die ich hätte beantworten können, kam leider zu spät", sagt Maria-Theresia Kaiser lachend.


Blieb für den Tag in Langhennersdorf noch eine Sportaufgabe. Am Sonntag war die Pfarrwiese gefüllt mit vielen Menschen, darunter zahlreiche Canitzer. Alle feuerten ihre Teams an. Der Schlachtruf "Allewatschi Langhenno" dröhnte beeindruckend gen Himmel, so sehr, dass Moderator Mario D. Richardt fröhlich-koordinierend eingreifen musste. Beim Bungee Run ging es in vier Durchgängen darum, so weit wie möglich nach vorn zu stürmen und ein Stoffkissen als Markierung abzulegen, obwohl man von einem Gummiseil immer wieder nach hinten gezogen wurde.

"Ob wir ins Finale einziehen oder nicht, ist nur ein Teil des Ganzen", sagt die Pfarrerin. Für die Halbfinalteilnahme gibt es schon 10.000 Euro. Diese gehen in die Sparbüchse für die Innensanierung der Kirche.

Das Gebäude, dessen ältester Teil aus dem 13. Jahrhundert stammt, hat dringend eine Verschönerung nötig, denn der Putz fällt feucht von Wänden und Decke. Die Orgel von Zacharias Hildebrandt aus dem Jahr 1722 müsste dafür ausgebaut und gereinigt werden. All das dürfte rund 300.000 Euro kosten. Die mindestens 10.000 Euro von "Mach dich ran" helfen schon einmal, einen Eigenanteil aufzubringen, der Fördermittel ermöglicht. Feuerwehr, Sportverein und Karnevalsclub haben den MDR-Tag seit Monaten vorbereitet. Egal, wie es ausging, es gab ein tolles Fest für alle Gäste.

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