Millionenscheck für die Turnhalle

Den Förderbescheid für die Großschirmaer Sportanlage hat Innenminister Markus Ulbig gestern überreicht. 1,1 Millionen Euro will das Land zuschießen.

Großschirma.

Seit Jahren ringt die Stadt Großschirma um Zuschüsse für den Umbau und die Erweiterung der Turnhalle an der Grundschule. Jetzt ist das Vorhaben in greifbare Nähe gerückt: Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) hat gestern Nachmittag den Fördermittelbescheid für das 2,4Millionen Euro teure Projekt an Großschirmas Bürgermeister Volkmar Schreiter (FDP) überreicht.

1,1Millionen Euro erhält die Stadt für ihre Sporthalle vom Land. Bis 2018 soll diese saniert und mit einem Anbau zur Einfeldhalle erweitert werden. Damit entsteht ein normgerechtes Hallenfeld, das Trainings- und Wettkampfbedingungen verbessert. Genutzt wird die 1982 erbaute Sportstätte von Kita, Grundschule, freiwilliger Feuerwehr und vier Vereinen.

"Die Förderung des Sports liegt mir persönlich sehr am Herzen. Großschirma wird sich mit der sanierten Halle auch sportlich neu profilieren", sagte Minister Ulbig. Bürgermeister Schreiter zeigte sich "positiv überrascht" über den hohen Besuch aus Dresden. Ulbig erwiderte: "Wenn wir über eine Million Euro über die Sportförderung bezuschussen, ist das für mich ein Grund zu kommen." Zumal damit auch gezeigt werde, dass der Freistaat sich nicht nur um die Themen Sicherheit und Integration, sondern auch weiter um das ganz normale Leben in Sachsen kümmere. In diesem Jahr stehen im Land 22,4 Millionen Euro für Investitionen in Sportstätten von Kommunen und Vereinen bereit. 2017 werden es laut CDU-Landtagsabgeordnetem Steve Johannes Ittershagen rund 40 Millionen Euro sein. Vorausgesetzt, der Doppelhaushalt 2017/18 wird beschlossen.

Die restlichen Investitionen in das Projekt schultert die Kommune selbst. Im Oktober hatten die Stadträte eine Erhöhung des kommunalen Eigenanteils auf 1,3 Millionen Euro beschlossen. Zuvor hatte Großschirma bereits extra ein rund 12.000 Euro teures Stadtentwicklungskonzept erarbeiten lassen. Denn die Sächsische Aufbaubank lehnte den ersten Förderantrag für die Sportstätte mit der Begründung ab, dass die Kommune zunächst ein solches Konzept benötigt. Dazu Minister Ulbig auf Anfrage: "Die Stadt soll sich über ihre eigene Entwicklung Gedanken machen und über den eigenen Tellerrand hinaus schauen. Das hat auch Vorteile."

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