Mit dem Schmuckstück zur Gratulation

Das 47. Bergfest in Sayda geht als eines der ereignisreichsten seiner Art in die Chronik ein. Und den Polizeichef freut, dass sonst nicht viel los ist.

Sayda.

Die Saydaer sind ein feierlauniges Völkchen. Das haben sie mit dem 47. Bergfest der Stadt bewiesen. Die Neuauflage dürfte als eines der ereignisreichsten Feste in die Chronik eingehen. Denn gleich fünf Jubiläen wussten die Einheimischen binnen vier Tagen zu begehen. Vor allem der Stadtverein Sayda zog die Fäden für das Ereignis, zu dessen Gelingen auch diesmal die Vereine und Institutionen der Stadt beitrugen und vielgestaltige Angebote auf die Bühnen stellten.

Tanz und Gesang, Wandern und Fußball waren Trümpfe für Aktive und Publikum. Eine Armada an Kraftstoff-fressenden Vehikeln der Fahrzeuggeschichte folgte der Einladung zur 16. Oldtimerfahrt. Rund 150 Motorräder und Pkw nahmen an der Ausfahrt teil. So das Schmuckstück vom Karla und Karl-Heinz Timmel aus Lichtenberg. Die beiden schwören auf ihren Morris Minor, den Volkswagen der Inselbewohner. Ihr rechts zu lenkendes Schmuckstück haben die beiden selbst aus England nach Kauf im Internet in ihren Heimatort chauffiert.

Während sich die Automobilisten wappneten, waren die Akteure auf Schusters Rappen längst unterwegs zur Carl-Stülpner-Pokalwanderung rund um die Bergstadt. Und das Team der Mamas Lieblinge setzte sich beim Fußballturnier mit diesmal acht Mannschaften mit Spielern zwischen 16 bis 59 Jahren erstmals als Sieger durch. "Eine gelungene 39. Auflage, die ohne Verletzungen oder Vorkommnisse blieb", zeigte sich Ausrichter und Abteilungsleiter Rayko Richter zufrieden.

Voll dabei war die Jugend des Ortes. Schließlich galt es den 40-jährigen Werdegang des Jugendvereins zu würdigen. "Auch für diesen Programmpunkt haben wir eine zünftige Jubiläumsdisco am Freitagabend ins Festzelt gebracht", so Volkmar Herklotz, Vorsitzender des Stadtvereins. Ausgelassene Stimmung ebenso einen Abend später, als handgemachte Tanzmusik für die reiferen Partygänger aufgespielt wurde.

Der Donnerstag zum Auftakt hatte im Zeichen der Rettungshelfer von Feuerwehr und Polizei gestanden. Das Depot als Bühnenfläche nutzend, überbrachten Volkschor und Liedertafel musikalische Grüße zum zwanzigjährige Bestehen dieser technischen Einrichtung. Zudem wurde das zwanzigjährige Bestehen des Feuerwehrmuseums gewürdigt. Und einen imposanten Schaumteppich wusste die Jugendfeuerwehr zu erzeugen. Die Nachwuchsgruppe wurde 20 Jahre alt.

Die Dixieland-Formation des Polizeiorchesters Sachsen untermalte den ebenfalls 20. Geburtstag des Polizeipostens an der Friedebacher Gasse. Dessen erfolgreichen Werdegang rückte der Polizeirat Jens Uhlmann ins Rampenlicht. "Wir zählen in Deutschland zu jenen Regionen mit der niedrigsten Kriminalitätsquote. Und das dank der Bürgernähe und regelmäßigen Präsenz sowie der guten Zusammenarbeit mit den Menschen vor Ort." Der Chef erinnerte schmunzelnd an eine seiner ersten Dienstaufgaben als angehender Polizist vor zwei Jahrzehnten: das Schneeschippen.

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