Naundorfer kämpfen für eine Ampel im Ort

Da dichter Verkehr auf der B 173 herrscht, fordert die Kommune rasche Lösung

Naundorf.

Ein Fahrzeug nach dem nächsten rollt an diesem Junitag auf der Bundesstraße 173 durch Naundorf. Um die Hauptverkehrsader zu queren und beispielsweise von der Alten Dorfstraße auf die gegenüberliegende Seite zum Bäcker oder zum Frisör zu gelangen, benötigen die Naundorfer Geduld. Auch eine Gaststätte mit Pension wartet dort auf Gäste. Außerdem befindet sich vor dem Gebäude eine Bushaltestelle.

Seit langem machen sich die Naundorfer daher für eine sichere Querung stark. Auch eine Fußgängerampel wurde ins Gespräch gebracht. Doch eine Verkehrsschau der Verwaltungsspitze um Bürgermeister René Straßberger (CDU) mit Vertreter der Polizei, des Landkreises sowie dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr in dieser Woche brachte keinen Durchbruch. "Die größte Hürde ist es weiterhin, einen geeigneten Standort zu finden", erklärt der Gemeindechef. Denn der favorisierte Standort für eine Fußgängerampel fiel bei den Fachleuten durch. Um eine Anlage aufzubauen, ist ein größerer Eingriff unvermeidlich. Laut Straßberger bräuchte es dafür beispielsweise befestige Flächen an beiden Straßenseiten und einen Bürgersteig mit Geländer, um Fußgänger entsprechend zu lenken.


"Eine kurzfristige Lösung ist nicht in Sicht", bemerkt Straßberger. Das Vorhaben soll trotzdem nicht ad acta gelegt werden. "Als Hausaufgabe haben wir eine Verkehrszählung für Fußgänger und Fahrzeuge mitbekommen."

Ein vergleichbarer Kampf führte in Oberschöna bereits zum Erfolg. Nachdem festgestellt wurde, dass dort auf der B 173 im Schnitt gut 12.000 Fahrzeuge pro Tag am Rathaus vorbeirollen, ist in diesem Jahr eine Ampelanlage aufgestellt worden. "Es ist für uns noch ein langer Weg", so Straßberger.

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