Neuer Chefarzt kommt in der Mitte an

In Pleißa geboren, in Dresden zuhause, hat Dr. Dirk Meisel seinen beruflichen Mittelpunkt jetzt in Freiberg. Seine jahrelangen Erfahrungen im Bereich der onkologischen Chirurgie will er hier einbringen.

Freiberg.

Dr. Dirk Meisel ist der neue Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Kinderchirurgie des Kreiskrankenhauses Freiberg. Auf den ersten Blick eine Idealbesetzung. Weil er fachlich sofort einen kompetenten Eindruck vermittelt, und weil er optisch die Rolle, die ihm Berufung ist, sogar im Fernsehen übernehmen könnte. Denn er strahlt eine der wesentlichsten Eigenschaften aus, die ein Mediziner haben muss: Vertrauenswürdigkeit.

Seit dem 1. September ist er am Kreiskrankenhaus, was er vor allem seinen ärztlichen Fähigkeiten verdankt. Der bisherige Chefarzt Dr. Thomas Zimmermann hat die Gesundheitseinrichtung nicht verlassen. Er ist jedoch nun allein für die Gefäßchirurgie zuständig, die aus dem bisherigen Chirurgie-Pool ausgegliedert wurde. "Die fachliche Expertise bindet die Kapazitäten von Dr. Zimmermann in sehr hohem Maße", erklärt Dirk Meisel die Teilung der Klinik in zwei Bereiche. Für die Allgemein-, Viszeral- und Kinderchirurgie wurde dementsprechend ein Nachfolger gesucht.

Dirk Meisel stammt aus Pleißa, heute Stadtteil von Limbach-Oberfrohna. Dort erblickte er vor 46Jahren das Licht der Welt, besuchte die örtliche Schule. Es folgt ein Lebensweg, der für den Betrachter nahezu geradlinig verläuft. Den Wehrdienst leistet Meisel in Marienberg ab, bevor er von 1992 bis 1998 in Berlin und Dresden sein Studium der Humanmedizin absolviert. Die praktische Ausbildung findet im Dresdner Uniklinikum statt, die Fachausbildung zur Allgemeinchirurgie folgt am Krankenhaus Dresden-Neustadt.

Von 2005 an spezialisiert er sich am Bauchzentrum des Diakonissenkrankenhauses in Dresden im Bereich Viszeralchirurgie, also in der Chirurgie des Bauchraumes und der Bauchwand, der endokrinen Drüsen und der Weichteile, wie es eine Lexikonplattform beschreibt.

14 Jahre lang bleibt er im Dresdner Diakonissenkrankenhaus. "Dort habe ich das Darm- und Pankreaskrebszentrum mit aufgebaut und koordiniert", erzählt er. Dann meldete sich das Kreiskrankenhaus Freiberg bei ihm, schilderte die Situation und machte ihm ein Angebot, das er schließlich annahm. Dafür gab es viele gute Gründe, wie er sagt. "Es handelt sich hier um ein technisch sehr gut ausgestattetes Haus", sagt Meisel. "Und aufgrund der vielen Fachabteilungen gibt es eine hervorragende Abdeckung von Behandlungsmöglichkeiten und eine gute interdisziplinäre Zusammenarbeit."

Er wolle sich vor allem damit einbringen, dass er das Profil der Viszeralchirurgie am Kreiskrankenhaus in Richtung onkologische Chirurgie, also dem Teilbereich der Tumorchirurgie, schärfen wolle. "Damit wir in Mittelsachsen Patienten mit Krebserkrankungen ein kompetenter Anlaufpunkt sein können", sagt der neue Chefarzt. Auch wolle er sich der Weiterentwicklung der minimalinvasivem Chirurgie, manchen besser bekannt als Schlüssellochchirurgie, widmen.

Er sei gleich vom ersten Tag an voll drin gewesen im Ablauf des Kreiskrankenhauses, sagt Meisel. Hilfe und Unterstützung habe er sofort erfahren, um leichter einsteigen zu können. Zwei erfahrene Oberärzte stehen ihm zur Seite, fünf Assistenzärzte werden von ihm mit ausgebildet. Seine Tätigkeit beinhaltet zwar einen Großteil Schreibtisch- arbeit, doch liegen auch schon mehrere Operationen in den ersten Wochen hinter ihm.

Der Familienvater lebt weiterhin in Dresden. Bei günstigem Verkehr ist er in 40 Minuten in Freiberg. Die Stadt selbst kennt er noch nicht so gut, gesteht er. Doch wolle er das unbedingt nachholen. "Es ist aber so, dass ich nun, nachdem ich in Pleißa geboren bin und in Dresden lebe, meinen Beruf genau in der Mitte ausübe", sagt er.

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