Pi-Haus druckt Schulaufgaben

Jugendzentrum hilft im Homeschooling

Freiberg.

Wer im Homeschooling keinen Drucker zur Verfügung hat, kann sich an das Freiberger Kinder- und Jugendzentrum Pi-Haus wenden. Die Mitarbeiter drucken benötigte Schulaufgaben kostenlos aus. Schüler können anrufen, dann eine E-Mail schicken und die Ausdrucke in einem bestimmten Zeitfenster abholen. Die Unterlagen werden vertraulich behandelt, betont das Team des Pi-Hauses. Es hatte die Idee vom soziokulturellen Zentrum "Kuppelhalle Tharandt" übernommen.

Seit dem 12. Januar ist das Angebot auf der Facebook-Seite aktiv. Bisher sei erst ein Druckauftrag eingegangen, sagt Sandra Eberbach von der Pressestelle der Stadt Freiberg. Dennoch: "In den sozialen Netzwerken und aus den Schulen gibt es ausschließlich positives Feedback zur Aktion." Das Angebot richte sich vor allem an sozial benachteiligte Familien, für die die Kosten eines Druckers plus Zubehör eine zusätzliche Belastung darstellen.

Daten des Statistischen Bundesamts zeigen, dass die digitale Ausstattung stark vom Einkommen abhängt: Familien mit einem Nettoeinkommen von weniger als 2000 Euro monatlich besaßen 2019 im Durchschnitt zwei PCs, Laptops oder Tablets. Familien mit einem hohen Nettoeinkommen ab 5000 Euro verfügten über vier solche Geräte. In Sachsen hatten laut dem Statistischen Landesamt im Jahr 2018 knapp 89 Prozent der Paare mit Kindern einen Drucker zu Hause. Bei Alleinerziehenden waren es nur 72 Prozent.

Kontakt: wochentags von 8 bis 14 Uhr, Ruf 03731 4193813

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