Polizei nimmt Randalierer ins Visier

In Oberbobritzsch haben unbekannte Täter eine Schutzhütte für Wanderer und eine Überdachung beschädigt. Ein erster Hinweise dazu ist inzwischen eingegangen.

Bobritzsch-Hilbersdorf.

Eigentlich hatte Bürgermeister René Straßberger (CDU) gehofft, dass sich die Randalierer bei ihm melden, die am Silvestertag in der Gemeinde Bobritzsch-Hilbersdorf ihr Unwesen getrieben haben. Die unbekannten Täter beschädigten die Wandererhütte und die Übersichtstafel für den Kinderlehrpfad am Jungfernborn im Gemeindewald sowie die Überdachung einer Sitzgruppe am ehemaligen Freibad in Oberbobritzsch. Den angerichteten Sachschaden schätzt Straßberger auf ungefähr 600 Euro. Im sozialen Netzwerk "Facebook" bat der Bürgermeister um Hinweise zu den Rowdys - doch zunächst gab es keine heiße Spur.

Am Wochenanfang erstattete die Gemeindeverwaltung deshalb Anzeige zu den Sachbeschädigungen. Laut Polizeisprecherin Jana Ulbricht laufen dazu die Ermittlungen. Unterdessen ist im Rathaus ein anonymer Hinweis eingegangen. "Uns wurden die Namen von zwei jungen Männern mitgeteilt, die sich an diesem Tag am Jungfernborn aufgehalten haben sollen", so Bürgermeister Straßberger. Der Polizei ist dieser Hinweis bekannt. "Wir gehen ihm nach", so die Sprecherin der Polizeidirektion Chemnitz auf Anfrage von "Freie Presse".

Im Dezember 2020 war die Schutzhütte für Wanderer am Jungfernborn schon einmal von Randalierern beschädigt worden - und zwar am 2. Dezember. Bürgermeister Straßberger sagt: "Sehr schade, dass man so respektlos mit fremdem Eigentum umgeht. Viele ehrenamtliche Bürger und unser Bauhof bemühen sich das ganze Jahr, dass Plätze wie hier der Jungfernborn in Ordnung gehalten werden und zum Verweilen einladen."

Unterdessen gab es zu seinem Facebook-Beitrag viele Kommentare. Eine Nutzerin veröffentlichte Fotos vom Fliegerdenkmal in Niederschöna, wo der Unterstand für Wanderer ebenfalls beschädigt wurde. Eine andere Frau hat am Silvestertag gegen 15 Uhr im Wald einen Knall gehört.

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