Postmeilensäule: Stadt stellt "Macheten-Mann" Rechnung

Rund 9400 Euro fordert das Rathaus von Fehri A.. Zunächst hatte OB Krüger ihn nicht belangen wollen. Nun entschied sich die Stadtverwaltung allerdings anders.

Freiberg.

Umdenken in der Freiberger Stadtverwaltung: Die Bergstadt will von dem sogenannten "Macheten-Mann", Fehri A. (Foto), jetzt doch die Kosten für die Instandsetzung der Postmeilensäule einfordern. Dies bestätigte Oberbürgermeister Sven Krüger (SPD) gestern im Stadtrat. Stadtratsmitglied Volker Meutzner (Haus/Grund) hatte eine entsprechende Frage an die Verwaltung gestellt. Wie OB Krüger ausführte, belaufen sich die Kosten auf 9431,16 Euro für die Beräumung der beschädigten Säule in der Meißner Gasse und ihre Instandsetzung. Auch die Poller in der Nähe der Säule mussten repariert werden.

Eine Rechnung an A. sei Anfang Mai gestellt worden, sagte Krüger. Nun läuft das Mahnverfahren. Geht Fehri A. darauf nicht ein, will Freiberg vor Gericht ziehen.

Die Postmeilensäule war im vergangenen Oktober beschädigt worden: Fehri A. war auf der Flucht vor der Polizei mit dem Auto gegen sie geprallt. Zuvor soll er einen Imbissbesitzer mit einer Schreckschusspistole bedroht haben.

Noch im April hatte der Oberbürgermeister abgelehnt, dass Fehri A. für den Schaden aufkommen muss. Es habe aber danach noch eine interne Diskussion in der Stadtverwaltung gegeben, sagte Krüger nun. Danach habe man sich entschlossen, doch A. zu belangen. Das sei das der richtige Schritt, sagte Krüger. Er erwarte aber nicht, dass A. jemals das Geld zahlen werden könne. "Wir ziehen es dennoch durch - auch im Sinne der Gleichbehandlung", so das Stadtoberhaupt.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...